NÖGKK-Hutter: Kassenpaket rasch verwirklichen

Zugesagte Bundesmittel für die Gesundheitsversorgung nötig

St. Pölten (OTS) - Seit gestern liegt die neueste
Vorschaurechnung der NÖGKK auf dem Tisch. Heuer wird das Defizit voraussichtlich 30 Mio. Euro betragen und damit geringer ausfallen als noch vor dem Sommer befürchtet - die gemeinsam geplanten Maßnahmen von Kassen und Ärzteschaft zeigen erste Wirkung. Besorgnis erregend schauen die nächsten Jahre aus, wo das Defizit der NÖGKK auf über hundert Millionen Euro steigen könnte. Dass die Krankenversicherungsträger insgesamt für 2009 sogar einen Überschuss von rund 8 Mio. Euro erwarten, zeigt einmal mehr, dass auch die Mittelverteilung innerhalb der Kassen zu überdenken wäre. Die Sonderversicherungsträger (Bauern, Gewerbliche Wirtschaft, Beamten u.a. mit einem Überschuss 2009 von rund 92 Mio. Euro) sind nicht Mitglieder des Ausgleichsfonds. Die Politik ist jedenfalls gefordert auch den Gebietskrankenkassen - die rund 6,6 Mio. Personen betreuen -die notwendigen Gelder zur Verfügung zu stellen.

Angesichts dieser Zahlen drängt NÖGKK-Obmann KR Gerhard Hutter, Vorsitzender der ARGE KV darauf, dass auch das Finanzministerium seinen Part am Kassenpaket umsetzen soll: "Für die Wirtschaft -Banken, Firmen - ist in Zeiten der Krise Geld da, und das ist auch gut so. Nur für eine nachhaltige Gesundheitsversorgung bzw. für einen weiteren Ausbau des bewährten Systems zum Wohle der Menschen in Österreich nicht - obwohl dieses Geld schon zugesagt wurde", ist Hutter enttäuscht über die Politik. Vor dem Sommer hatte ja Finanzminister Pröll dem mit Ärzten und Gesundheitsminister Stöger ausverhandelten Kassenpaket die versprochenen Bundesmittel - vorerst - verweigert.

"Das trifft die Kassen in Zeiten der Wirtschaftskrise besonders hart, weil die an die Löhne geknüpften Beiträge massiv wegbrechen. Ein Prozent Beiträge der Erwerbstätigen weniger - und uns fehlen 10 Millionen Euro!" Ein weiterer finanzieller Brocken könnte durch eine Grippe-Pandemie drohen. Wichtig wäre auch eine Erweiterung des Leistungsspektrums in gewissen Bereich - vor allem bei der Zahnmedizin.

Hutter appelliert daher an die Politik, allen voran an den Finanzminister, die versprochenen Bundesmittel rasch bereitzustellen:
"Derzeit geben wir mehr Geld für die Leistungen der Patienten aus als wir an Beiträgen einnehmen. Daher wird jeder Euro an Bundesmitteln auch direkt für die Patienten ausgegeben."

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