AVL DiTEST entwickelt für Volkswagen AG erstmals Hybrid-Messtechnik

VW und AVL DiTEST tragen verstärktem Einzug der Hybridtechnik in Automobil-Markt Rechnung.

Graz/Fürth/Wolfsburg (OTS) - Sprit und Strom unter einer Motorhaube. Hybridfahr-zeuge bringen in der Reparatur völlig neue Herausforderungen für Kfz-Werkstätten. Der österreichische Kfz-Diagnosespezialist AVL DiTEST und Volkswagen stellen sich nun gemeinsam dieser Aufgabe. Schon im letzten Jahr hat die AVL DiTEST-Gruppe für den deutschen Autobauer Messtechnik-Module zur Kfz-Diagnose konzipiert, die sich zurzeit in Auslieferung befinden. An diesem Projekt sind sowohl die Firmenzentrale in Graz als auch die deutsche Tochtergesellschaft in Fürth beteiligt. Jetzt will der Wolfsburger Konzern, als einer der ersten Automobil-Produzenten, seine Vertrags-werkstätten auch für die Wartung und den Service von Hybridfahrzeugen rüsten. AVL DiTEST entwickelt die spezielle automotive Hybrid-Messtechnik dazu und übernimmt damit eine Vorreiterrolle im Werkstattausrüster-Markt.

Die Autoindustrie arbeitet mit Hochdruck an neuen Hybridfahrzeugen. Der kombinierte Verbrennungs- und Elektroantrieb schont die Umwelt und erfreut sich steigender Beliebtheit, doch bringt er auch neue Bedürfnisse bei Service und Wartung mit sich. Bisher haben sich damit allerdings nur wenige Fahrzeug-Hersteller beschäftigt. Gerald Lackner, Chef des Fahrzeugdiagnostik-Anbieters AVL DiTEST, sieht hier neue Herausforderungen auf den Automotive Aftersales-Markt zukommen: "Die Techniker in den Pkw-Werkstätten hatten es bisher nur mit Spannungen von etwa 12 Volt zu tun. Bei der Reparatur von Hybridfahrzeugen arbeiten sie jedoch an Systemen, die Spannungen von mehreren hundert Volt führen. Ein Stromschlag kann da durchaus lebensgefährlich sein." AVL DiTEST wird für VW deshalb ein Gerät zur Messung der Isolationsfestigkeit entwickeln. "Mit dem Mess-Instrument, das wir für VW entwickeln, kann überprüft werden, wie gut die Isolierung der elektronischen Teile und Verbindungen im Hybridfahrzeug ist", erklärt Harald Hahn, Geschäftsführer des deutschen AVL DiTEST-Standortes.

Vereintes Know-How aus Graz und Fürth für VW-Hybrid-Messtechnik Den VW-Auftrag erklärte Gerald Lackner, Geschäftsführer der AVL DiTEST-Gruppe, zur Chef-Sache. Harald Hahn, Geschäftsführer der deutschen AVL DiTEST-Tochter, hat deshalb die Projektleitung persönlich übernommen. "Dieser Auftrag ist für uns eine große Chance und Herausforderung. Unsere deutschen Kollegen bringen für das Projekt wesentliche Kernkompetenzen und durch ihren Standort in Fürth auch die Nähe zum Kunden mit", ist Lackner überzeugt.

AVL DiTEST setzt sich gegen Elektrotechnik- und Automotive-Mitbewerber durch

AVL DiTEST ist damit das erste Unternehmen, das in Österreich automotive Messtechnik für den Hybrid-Aftersalesbereich anbietet:
"Für den Kfz-Werkstattbetrieb gibt es, soweit mir bekannt ist, noch keine derartigen Mess-Werkzeuge am Markt.

Elektrotechnikhersteller haben für andere Anwendungen, in denen auch mit hohen Spannungen gearbeitet wird, zwar bereits ähnliche Geräte produziert, diese unterscheiden sich aber in der mechanischen und softwaretechnischen Ausführung grundsätzlich", so der AVL DiTEST-Chef. Dass sich die österreichischen Diagnosespezialisten im Wettbewerb um den VW-Hybrid-Messtechnik-Auftrag nicht nur gegenüber namhaften Mitbewerbern aus der automotiven, sondern auch aus der allgemeinen elektrotechnischen Sparte durchsetzen konnten, erklärt sich Lackner so: "Hybridautos sind trotz ihres alternativen Antriebs noch immer Autos, die auch nach wie vor von Kfz-Technikern repariert werden." Eben darin sieht er auch den Wissensvorsprung von AVL DiTEST: "Wir entwickeln seit Jahren Messtechnik, die von Kfz-Technikern angewandt wird. Wir kennen deshalb deren Arbeitsbedingungen und Methoden sehr gut und werden die Software der VW-Geräte speziell auf ihre Fachsprache, Denkweise und Anforderungen zuschneiden."

VW-Auftrag ist für AVL DiTEST Startschuss zum Ausbau der Hybrid-Messtechnik

In den Bereichen Wartung, Fehlersuche und Service für Hybridfahrzeuge sieht AVL DiTEST-Geschäftsführer Gerald Lackner auf die Werkstattausrüster in den nächsten Jahren noch einiges zukommen:
"In Zukunft werden sicherlich weitere Entwicklungen in der Hybrid-Messtechnik von Nöten sein, wie etwa zur Batteriewartung oder zur Fehlersuche im Energiemanagement der Fahrzeuge." Seine Vorreiterrolle im Hybrid-Sektor möchte das Grazer Unternehmen jedenfalls weiterverfolgen: "Dass wir unseren ersten Auftrag zur Hybrid-Messtechnik gleich mit einem so großen und renommierten Automobil-Hersteller wie VW realisieren können, ist für uns ein großer Ansporn", zeigt sich Lackner voller Tatendrang. Gemeinsam mit den bereits in Auslieferung befindlichen Messtechnik-Modulen für konventionelle Fahrzeuge und dem Entwicklungsauftrag für die Hybrid-Messtechnikgeräte beläuft sich das mit VW erwartete Geschäftsvolumen auf einen zweistelligen Euro-Millionenbetrag.

Über AVL DiTEST

AVL DiTEST (www.avlditest.com) ist Teil der AVL-Gruppe in Graz und beschäftigt heute gemeinsam mit den internationalen Tochtergesellschaften 204 Mitarbeiter, davon 79 in Österreich. In der Automobilbranche gelten die Entwicklungen der steirischen Kfz-Diagnose- und Messtechnik-Spezialisten als technologischer Maßstab. Automobilhersteller wie VW, BMW oder Daimler sowie die großen Prüfanstalten vertrauen auf die Kfz-Diagnosetechnologie aus Österreich. Sowohl 2005 als auch 2006 gelang es den Grazern, den Innovationspreis des deutschen Handwerks für neue Kfz-Prüfwerkzeuge zu gewinnen. 2008 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz in der Höhe von 43 Mio. EUR nach 38 Mio. EUR im Jahr 2007.

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DI Gerald Lackner, Vorsitzender der Geschäftsführung, AVL DiTEST Fahrzeugdiagnose GmbH, Telefon: +43 (0)316 787 592 oder
E-Mail: gerald.lackner@avl.com

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