BZÖ-Haubner: Pensionserhöhung droht bis 2013 auf nur mehr rund 1 Prozent zu sinken

Zwei Prozent Plus wäre faire Pensionserhöhung für 2010

Wien 2009-08-15 (OTS) - BZÖ-Sozialsprecherin Uschi Haubner tritt heute massiv gegen das Vorhaben auf, die Pensionen im Jahr 2010 mit maximal 1,5 Prozent zu erhöhen. "Noch im Herbst 2009 hat es eine Rekordinflation gegeben und auch für 2010 rechnen Wirtschaftsexperten mit einem massiven Inflationsanstieg. Deshalb müssen die Pensionen 2010 um zumindest zwei Prozent erhöht werden", so Haubner. Die BZÖ-Sozialsprecherin verweist darauf, dass Güter des täglichen Bedarfs von Pensionisten massiv teurer geworden sind, aber im Verbraucherpreisindex - der als Berechnungsgrundlage für die Pensionserhöhung herangezogen wird - nicht entsprechend gewertet werden. "Was haben die Pensionisten davon, wenn bei einer monatlichen Durchschnittspension von 938 Euro brutto Riesenfernseher oder Luxusautos massiv billiger werden, aber Lebensmittel und Mieten explodieren. Deshalb verlangt das BZÖ eine echte Pensionserhöhung für alle Pensionisten in der Höhe von 2 Prozent". Der Pensionistenpreisindex der Statistik Austria liege im Durchschnitt der letzten Jahre um rund 0,5 Prozent über der allgemeinen Inflation und ergebe für 2010 eine Pensionserhöhung von zumindest zwei Prozent.

Uschi Haubner kündigt auch parlamentarische Initiativen des BZÖ an, um eine gerechte Pensionserhöhung zu sichern. "Das BZÖ wird die zwei Prozent Plus im Parlament beantragen, denn die Pensionen dürfen nicht real gekürzt werden, sondern müssen auch gerade in Zeiten der Krise wertgesichert bleiben".

Alarm schlägt Haubner auch betreffend Pläne des Sozialministeriums, die Pensionen quasi einzufrieren. "Bis 2013 soll die Pensionserhöhung der über zwei Millionen Pensionisten, wenn es nach der "Kommission zu langfristigen Pensionssicherung" geht, überhaupt auf nur 1,1 Prozent massiv sinken." Dies sieht ein offizielles Gutachten der Kommission vor. Haubner warnt davor, dass "dieser geplante Pensionsraub ein katastrophales Zeichen mitten in der Wirtschaftskrise ist. Die Pensionistinnen und Pensionisten erleiden reale Pensionskürzungen und verlieren Kaufkraft, was wiederum der Wirtschaft massiv schadet und Arbeitsplätze kostet", so Haubner, die auch den Vergleich mit Deutschland zog, wo in diesem Jahr die höchste Pensionserhöhung seit 10 Jahren beschlossen worden ist, nämlich 2,4 Prozent im Westen und 3,4 Prozent im Osten. Da die Pensionserhöhung für 2010 bis zum 30. November fixiert werden muss, gibt es noch genügend Zeit, um eine faire Pensionserhöhung ohne Kaufkraftverluste umzusetzen".

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