Anschober: Europas größtes Hochwasserschutzprojekt Machlanddamm startet heute die nächsten drei Baulose

Unter anderem Österreichs größtes Renaturierungsprojekt: ein 8,6km langer neuer Donaunebenarm für Hochwasserschutz und Ökologisierung

Linz (OTS) - Vor genau sieben Jahren ist die zweite
Hochwasserwelle (12.-14.8.) der größten Hochwasserkatastrophe der Landesgeschichte gerade leicht zurückgegangen - sichtbar wurde die enorme Zerstörung: 1,1 Mrd. Euro Schäden alleine in Oberösterreich, ein Gutteil davon im Machland.

Oberösterreichs Grüner Umweltlandesrat Rudi Anschober: "Die hauptbetroffenen Gebiete wie Walding, Urfahr, Steyr, Schärding, Ried, Schwertberg und Machland haben nach jahrzehntelangen Diskussionen, Verzögerungen und Ankündigungen nun nach meiner Amtsübernahme Ende 2003 entweder bereits einen umfassenden Schutz erhalten oder dieser ist in Arbeit. 135 Projekte wurden seit 2004 in Oberösterreich bereits verwirklicht, weitere 171 sind derzeit in Arbeit, weitere 96 werden ab 2010 folgen. Oberösterreich erhält derzeit das größte Hochwasserschutzprogramm der Landesgeschichte. Es ist naturnah, vor allem durch das Schaffen von mehr Platz für unsere Gewässer und viele Renaturierungen."

Dem entsprechen auch die nächsten drei Baulose bei Europas größtem Hochwasserschutzprojekt, dem Machlanddamm: möglichst viel Retention zum ungefährlichen Ausufern im Hochwasserfall und dazu mit der sogenannten Flutmulde Österreichs größtes Renaturierungsprojekt. Auf einer Länge von 8,6km wird nach dem Vorbild alter Nebenarme ein neuer Nebenarm der Donau angelegt, der eine umfassende Ökologisierung der Region bedeutet, Hochwasserschutz bringt, einen Fischaufstieg für das Donaukraftwerk Wallsee verwirklicht und dessen nun beginnender Aushub einen Großteil des Baumaterials für die Errichtung des Dammes zur Verfügung stellt.

Anschober:"Dadurch verbessern wir den Hochwasserschutz, schaffen ein Naturjuwel und sparen Millionen an Euro und zehntausende LKW-Fahrten für Kauf und Anlieferung von Schotter aus ferneren Regionen. Ich danke an dieser Stelle auch dem ehemaligen Umweltanwalt Dr. Wimmer, dessen Idee die Flutmulde war."

Beim Spatenstich verkündet Anschober noch eine sehr gute Nachricht für die Region: wurde die Bauzeit des MLD vor Jahren auf 12 bis 15 Jahre geschätzt - damit wäre das Projekt frühestens 2020 fertiggestellt worden - rechnet Anschober nun mit einer Fertigstellung in den ersten Wochen des Jahres 2014.

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