Achtung! Mochovce statt Zwentendorf droht!

Grüne/Kerschbaum: Österreichische Atomkraft durch die Hintertür muss verhindert werden!

St.Pölten (OTS) - "Die Strabag will den nächsten Reaktor in Mochovce bauen und das offizielle (Nieder)Österreich schaut zu! Ein Tabubruch sondergleichen durch einen Konzern, der von öffentlichen Aufträgen in diesem Land lebt. Doch weder Umweltminister, noch unser Umweltlandesrat geben dazu einen Mucks von sich, der Protest bleibt den NGO's und den Grünen überlassen", ist die grüne Bundesrätin Elisabeth Kerschbaum empört.
Mehr noch: die Bundesregierung baut auch gleich noch die Stromautobahn, über die der Atomstrom aus Mochovce über Ungarn nach Österreich kommt! Die Leitung Wien Süd-Györ wird als wichtiges Projekt für die Versorgungssicherheit dargestellt - bedeutet aber nichts anderes, als noch mehr Abhängigkeit von Atomstromimporten aus der Slowakei.
"Österreich darf sich nicht auf den Erfolgen aus den 70ern ausruhen", fordert die grüne Bundesrätin Elisabeth Kerschbaum zu mehr Anti-Atompolitik auf. "Dass Zwentendorf nie in Betrieb gegangen ist und jetzt Sonnenstrom liefert ist schön. Aber dass stattdessen jetzt die grenznahen AKWs zu unserer Versorgungssicherheit beitragen sollen und auch noch mit österreichischer Unterstützung gebaut werden, macht die Anti-Atompoltik von Bundes- und Landesregierung zur offensichtlichen Heuchelei", hält Kerschbaum fest.
In Kürze wird die Umweltverträglichkeitsprüfung für Mochovce 3&4 starten. Ob dabei alle Vorschriften eingehalten werden und es zu einer öffentlichen Anhörung kommen wird, hängt auch stark vom Engagement der Bundesländer ab."Landesrat Pernkopf und der Anti-Atombeauftragte DI Rauter müssen jetzt endlich Farbe bekennen und sich im Kampf gegen Mochovce engagieren. Beginnend von einer UVP für die dazugehörige Stromautobahn, einer Reaktion auf den Strabag-Skandal und natürlich der Beteiligung an der Mochovce-UVP und Organisation einer öffentlichen Anhörung gäbe es genug Möglichkeiten, dafür. Nichtstun und Schweigen führen nur dazu, dass der Zwentendorf-Erfolg durch ein Mochovce-Debakel zunichte gemacht wird -und das haben die Anti-AKW-AktivistInnen aus den 70ern nicht verdient", so die Bundesrätin abschließend.

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