AKH: Palliativstation für Pflege schwerstkranker PatientInnen

Wien (OTS) - Das AKH Wien zeigt jeden Tag, dass es hoch
technisierte Spitzenmedizin mit bester PatientInnenbetreuung vereint. Am eindringlichsten treffen diese beiden Seiten auf der Palliativstation aufeinander. Hier werden todkranke Menschen medizinisch versorgt und menschlich betreut. An der von Univ. Prof. Dr. Herbert Watzke geleiteten Station werden PatientInnen betreut, die an einer schweren, weit fortgeschrittenen und unheilbaren Erkrankung leiden. Die weitaus überwiegende Mehrzahl der dort aufgenommenen PatientInnen leidet an Krebserkrankungen. Diese Station ist deshalb auch räumlich und organisatorisch in die Universitätsklinik für Innere Medizin I eingebunden, die die zwei größten Abteilungen an denen KrebspatientInnen behandelt werden, nämlich die Onkologie und die Hämatologie, stellt.****

Erhaltung der Lebensqualität

Die Aufgabe der Palliativstation ist es, die mannigfaltigen Beschwerden und Probleme zu behandeln, die gerade bei KrebspatientInnen auftreten können, bei denen eine Therapie gegen den Krebs nicht mehr ausreichend Wirkung zeigt. In diesem Stadium der Erkrankung können körperliche Beschwerden wie Schmerzen, Funktionseinschränkungen, Gewichtsverlust, Atemnot und Ähnliches auftreten, die sich oft mit Fortdauer der Erkrankung verschlimmern. Diese müssen fachgerecht und intensiv behandelt werden, um die Lebensqualität der Erkrankten so gut wie möglich zu erhalten. Da Lebensqualität nicht nur durch körperliche Beschwerden, sondern auch durch psychische, soziale und spirituelle Probleme eingeschränkt werden kann, wird auch diesen Betreuungsfeldern gleichermaßen Aufmerksamkeit gewidmet. Dazu werden die PatientInnen nicht nur von speziell geschulten und vor allem für diese Betreuung motivierten ÄrztInnen und Pflegenden, sondern auch von PsychologInnen, SeelsorgerInnen und SozialarbeiterInnen betreut.

Stabilisierung für zu Hause

Das Ziel dieser Betreuung ist es, die PatientInnen so weit zu stabilisieren, dass sie auch wieder nach Hause entlassen werden können. Dazu ist eine enge Kooperation mit vielen Einrichtungen wie sozialen Diensten, mobilen Palliativteams, HausärztInnen, ehrenamtlichen HelferInnen notwendig. Tatsächlich können drei Viertel aller PatientInnen der Palliativstation so weit verbessert werden, dass sie unter Ausnutzung aller denkbaren Hilfestellungen wieder zu Hause leben können. Durch die enge Kooperation mit den genannten Einrichtungen ist auch eine gezielte Wiederaufnahme im Bedarfsfall möglich. Da sich auch die Palliativmedizin durch Forschungsbemühungen auf vielen Ebenen weiter entwickelt, wirkt sich neben den oben beschriebenen Maßnahmen auch die internationale wissenschaftliche Vernetzung der auf der Palliativstation tätigen ÄrztInnen positiv auf die Betreuungsqualität der PatientInnen aus.

Ort der Ruhe und Geborgenheit

Ein Viertel der PatientInnen verstirbt trotz aller Bemühungen an der Palliativstation. Für sie stellt diese Station einen Ort der Ruhe und des Rückzuges dar. Sie ist dieser Funktion entsprechend gestaltet, verbreitet wohnliche Atmosphäre und erlaubt damit auch einen engen Kontakt der PatientInnen mit ihren Angehörigen, die auch in das Betreuungskonzept der Palliativmedizin integriert sind. Dies gibt den betreuten PatientInnen wie Angehörigen ein Gefühl der Geborgenheit bis zum Schluss und unterstreicht dadurch die menschliche Komponente dieses Krankenhauses. (Schluss) bp

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