Gegen den Tod durch Tabakrauch

LR Kaiser nahm Paket an Anzeigen gegen Gastwirte entgegen und kündigt neues Präventionsprojekt zum Schutz vor Passivrauch an - Verpfuschtes Tabakgesetz ist schleunigst zu novellieren

Klagenfurt (LPD) - Rund 2,3 Millionen Österreicher rauchen, in Kärnten sind es 130.000. Alarmierend ist auch die Zahl der durch aktiven und passiven Zigarettenkonsum bedingten Todesfälle. In einer Pressekonferenz der beiden Initiativen "Krebspatienten für Krebspatienten" und "Rauchfreie Gaststätten" unter dem Titel "Tod durch Tabakrauch - Prävention - Keine Rauchfreien Gaststätten" erörterten Gesundheitsexperten die Auswirkungen des Rauchens und Passivrauchens. An der Pressekonferenz in der Ärztekammer nahm auch Gesundheitsreferent LR Peter Kaiser teil. Er übernahm dabei ein Paket von 225 Anzeigen gegen Kärntner Gastwirte, die sich nicht an die derzeit gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz von Nichtrauchern halten. Obwohl laut Gesetz nicht für diese Anzeigen zuständig, werde er sich für die Anliegen der Bevölkerung zum Schutz vor Passivrauch weiter einsetzen. Der Gesundheitsreferent bezeichnete das geltende Nichtraucher-Schutzgesetz als "Pfusch" und forderte eine umgehende Novellierung. Ebenso kündigte er ein neues Präventionsprojekt zum Schutz vor Passivrauch an.

"Tatsache ist, dass 14.000 Menschen jährlich in Österreich an den Folgen des Rauchens und täglich drei bis vier Menschen an den Folgen des Passivrauchens sterben", so Kaiser. Der Gesundheitsreferent unterstrich und wiederholte dabei seine Forderung nach einer Novellierung des derzeitigen Tabakgesetzes und versprach, sich sowohl in der nächsten Sitzung der Bundesgesundheitskommission als auch bei Gesundheitsminister Alois Stöger persönlich dafür stark zu machen. "Die Erfahrung mit der derzeitigen Regelung hat gezeigt, dass das Ziel eines umfassenden Nichtraucherschutzes nicht nur weit verfehlt wurde, sondern sowohl wirtschaftliche Nachteile für Gastronomen als auch viele gesundheitsgefährdende Momente für Gäste und Bedienstete einhergehen", machte Kaiser deutlich.

Besorgniserregend seien vor allem auch die Zahlen junger Raucher. So liege der Anteil der 15-Jährigen, die täglich rauchen, derzeit bei 25 Prozent, was einen Anstieg von zehn Prozent innerhalb der vergangenen 15 Jahre bedeute. Um dem entgegenzuwirken, führt Kaiser gemeinsam mit dem Verein Gesundheitsland Kärnten und dem AMI (Arbeitsmedizinisches und Arbeitspsychologisches Institut) die Initiative "Start ins rauchfreie Leben" durch. "Die Betroffenen können bei der Entwöhnung eine fachliche Hilfe in Anspruch nehmen", so Kaiser. Denn, nicht weniger als die Hälfte aller Raucher will laut Umfragen dem gesundheitsschädigenden Laster abschwören oder sich zumindest weniger Zigaretten anstecken. Abhilfe und Information bietet auch das "Rauchertelefon" unter der Nummer 0810 810 013 und auf www.rauchertelefon.at an.

Gleichzeitig betonte der Gesundheitsreferent, dass er eine Bewusstseinskampagne zum Schutz vor Passivrauch, bei dem insbesondere Kinder und Jugendliche geschützt werden sollen, in Auftrag gegeben habe. Sie werde gerade von den zuständigen Fachabteilungen ausgearbeitet.

Weitere Teilnehmer der Pressekonferenz waren Mehrfachkrebspatient und Initiator Dietmar Erlacher, Wilhelm Kaulfersch von der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde am LKH Klagenfurt, Elisabeth Kessler von der Kärntner Gebietskrankenkasse und zuständig für Prävention und Raucherentwöhnung sowie Klaus Jeschke und Kurt Puganigg, beide vom LKH Klagenfurt.

(Infos unter: kontakt@krebspatient.at, www.gesudheitsland.at, www.suchtvorbeugung.ktn.gv.at)
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