Hundstorfer: "Abfallverwertung ist eine Frage der Daseinsvorsorge"

40.000 Menschen im Abfallmanagement beschäftigt

Wien (OTS) - Anlässlich seines Besuches der Wiener Abfallbehandlungsanlage im sogenannten 48er-Zelt auf Einladung der ARA und der MA 48 zeigt sich der für Konsumentenschutz zuständige Bundesminister Rudolf Hundstorfer von der Sammelleidenschaft der österreichischen Bevölkerung begeistert. "Ohne den Willen und das Engagement der Konsumenten, Mülltren-nung tagtäglich zu praktizieren, hätten wir heute nicht den Ruf als ein ökologisches Musterland Europas." Die Bevölkerung sammelte immerhin im 1. Halbjahr 2009 66.500 Tonnen Leichtverpackungen (v.a. Kunststoff), 15.900 Tonnen Metall und 288.800 Tonnen Altpapier.

Zur Bedeutung von Mülltrennung sagt Hundstorfer: "Man kann nicht oft genug betonen, wie wichtig die getrennte Müllsammlung ist. Denn Ressourcen werden allgemein immer knapper und die Wiederverwertung von Abfällen daher immer bedeutender. Ein ganzer Industriezweig mit mehr als 40.000 Arbeitsplätzen sorgt für ein vorbildhaftes Abfallmanagement", unterstrich Hundstorfer.

Einen wesentlichen Erfolgsfaktor sieht Hundstorfer im optimalen Zusammenspiel von Konsumenten, Sammelsystem, Kommunen und Recyclingwirtschaft. "Für mich als Konsumentenschutzminister stehen die Konsumenten im Mittelpunkt des Sammelsystems. Daher muss auch weiterhin sichergestellt werden, dass diese für ihr Engagement mit den geringst möglichen Kosten konfrontiert werden. Die Qualität der Sammlung und auch die Sicherheit einer ordentlichen Entsorgung müssen wie bisher gewährleistet bleiben."

Das sehen auch die beiden ARA Vorstände Dr. Christoph Scharff und Ing. Werner Knausz so. "Wir haben in mehr als 15 Jahren getrennter Verpackungssammlung mit unseren Partnern in den Kommunen und der Abfallwirtschaft ein System aufgebaut, das international Vorbildcharakter besitzt und um das uns viele andere Länder beneiden. Dieses gilt es auch in Zukunft aufrechtzuerhalten", meint etwa Christoph Scharff. Und was die Kosten für die getrennte Verpackungssammlung anbelangt beruhigt Werner Knausz: "Um die getrennte Sammlung für die Bürger zu sichern, mussten wir aufgrund der jüngsten Entwicklungen auf den Rohstoffmärkten zwar unsere Tarife erhöhen. Trotzdem liegen die Kosten für Wirtschaft und Konsumenten durch Optimierungsmaßnahmen und ständige Innovationen in der Sammlung, aber auch durch die gute Trennmoral der Bevölkerung, bei rund der Hälfte gegenüber dem Jahr 1995."

Wien stellt Qualitätsrekord auf

Hundstorfer gratuliert auch den Wienerinnen und Wienern, die erstmals eine Fehlwurfquote bei Kunststoffverpackungen von unter 10% erreicht und somit die Qualität der Sammlung auf ein neues Rekordniveau angehoben haben. Die zuständige Wiener Umweltstadträtin Ulli Sima betont in diesem Zusammenhang die gute Partnerschaft mit der ARA und verdeutlicht: "Dieses Qualitätsniveau entsteht nicht von selbst. Nur zum Vergleich: In Deutschland finden sich Gegenden mit einer Fehlwurfquote von bis zu 40% - mitsamt den daraus folgenden höheren Kosten. Es bedurfte einer Bündelung aller Kräfte: von Stadt Wien, MA 48, ARA und natürlich besonders den Wienerinnen und Wienern, die es gemeinsam geschafft haben, aus Wien eine Vorzeigestadt zu machen."

Bildmaterial:
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