GMTN-Wimmer: Verbesserungen bei Abfertigung neu notwendig

Handlungsbedarf bei Renditen und Verwaltungskosten

Wien (GMTN/ÖGB) - Mit der Reform der Abfertigung im Jahr 2003
wurde grundsätzlich auch eine Wahlmöglichkeit geschaffen: Auszahlung der Abfertigung, zum Beispiel als Überbrückungshilfe bei Arbeitsplatzverlust, oder die Mitnahme der Ansprüche als Beitrag zu einer Zusatzpension am Ende des Berufslebens. "Diese Wahlfreiheit ist wichtig, da die Abfertigung Bestandteil des Einkommens ist. Allerdings schafft der Kapitalmarkt nicht die geforderten Renditen. Diese grundsätzliche Wahlmöglichkeit bei Abfertigungsanspruch wird dadurch praktisch unmöglich gemacht, daher braucht es hier Verbesserungen", sagt Rainer Wimmer, Vorsitzender der Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN). ++++

Bei der Einführung der Abfertigung neu lagen die Erwartungen bei bis zu sechs Prozent. Nach Angaben des Dachverbands der betrieblichen Vorsorgekassen ist die Performance der Veranlagungen gegenüber dem Durchschnitt von plus 2,8 Prozent (seit 2004) im Jahr 2008 auf minus zwei Prozent abgesackt. "Das ist ein katastrophales Ergebnis. Verantwortlich dafür sind auch die hohen Verwaltungskosten. Wir fordern dringend eine Senkung der Gebühren", betont Wimmer, der darauf hinweist, dass die Abfertigungskassen bis zu 3,5 Prozent für ihre Leistungen fordern.

Der ÖGB fordert daher in seinem Grundsatzprogramm, dass noch in dieser Legislaturperiode bei der Abfertigung neu Verbesserungen gesetzt werden:
O Der gesetzliche Beitragssatz mit 1,53 Prozent der Bruttoentgeltsumme muss deutlich erhöht werden.
O Pro ArbeitnehmerIn soll nur noch ein Konto geführt werden, das senkt die Verwaltungskosten und steigert die Erträge für die ArbeitnehmerInnen.
O Die Erhöhung der Beitragsgrundlage für die Beitragszahlung während des Bezuges von Kinderbetreuungsgeld auf die im Pensionskonto verwendete Beitragsgrundlage.

ÖGB, 13. August 2009 Nr. 486

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