Neues Volksblatt: "Partnerschaft" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 8. August 2009

Linz (OTS) - Die härtesten Austeiler sind oft echte Weicheier,
wenn es ums Einstecken geht. So ist derzeit Oberösterreichs SPÖ-Chef Erich Haider stinksauer auf ÖAAB-Obmann Franz Hiesl, weil ihn der in Zusammenhang mit den Pensionskürzungen bei der Linz AG gebracht hat. Ginge es nach den Beschuldigungen, Verdächtigungen, ginge es ums Anpatzen und Schlechtmachen, dürfte Landeshauptmann Josef Pühringer mit dem Landeshauptmann-Stellvertreter gar nicht mehr reden. Zuletzt, kurz bevor Hiesl der Kragen geplatzt ist, hatte der SPÖ-Chef Pühringer in die Nähe der Spekulationen der Bundesfinanzierungsagentur gerückt, weil das Land dem Bund einen Kredit zur Verfügung gestellt hatte.
Natürlich hat Haider nichts direkt behauptet, seine Anpatzversuche kommen in Frageform. Hat er, ist er ...?
Dass die ÖVP nach einer ganzen Serie haltloser Beschuldigungen, ob mit oder ohne Fragezeichen, ein Problem mit Erich Haider - nicht mit der SPÖ! - als Koalitionspartner hat, wird niemanden verwundern. Natürlich kann keine Partei der anderen vorschreiben, wen sie aufzustellen hat. Aber genau so wenig kann man einer Partei vorschreiben, mit wem sie eine Partnerschaft einzugehen hat. Ohne Vertrauen und gegenseitigen Respekt geht nämlich gar nix.

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