Post-Generaldirektor Dr. Rudolf Jettmar sieht weiterhin wirtschaftliche Herausforderung

"Der Aufschwung kommt nicht von allein"

Wien (OTS) -

  • Aktuelle Faktenlage spricht gegen schnelle Entspannung
  • Österreichische Post setzt konsequent auf sozial verträglichen Wandel

Obwohl Konjunkturprogramme weltweit in Umsetzung sind, relativieren neueste Wirtschaftsdaten die Hoffnung auf eine rasche Erholung: Die Arbeitslosenzahlen steigen sowohl in Österreich (+30 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat im Vorjahr) als auch in Europa (auf 8,2 Prozent). Die Wirtschaftsprognosen für Länder, in denen die Österreichische Post tätig ist, wurden seit Beginn 2009 stetig nach unten revidiert. Und auch die aktuellen Halbjahresergebnisse großer Handelsunternehmen geben keinen Anlass, schon jetzt von einer Trendwende zu sprechen. Post-Generaldirektor Dr. Rudolf Jettmar: "Bei aller berechtigten Hoffnung auf ein Ende der Rezession - der Aufschwung kommt nicht von allein. Österreichs Unternehmen stehen weiter vor strukturellen Herausforderungen und müssen aktiv gegensteuern."

Alle Möglichkeiten der Optimierung nutzen

Bei der Österreichischen Post wirkt sich das negative Marktumfeld, wie übrigens auch im Handel, mit einer gewissen Verzögerung - also spätzyklisch - aus. Besonders der Briefmarkt ist betroffen: Schon ohne den negativen Konjunktur-Effekt schrumpft dieses Geschäft, weil Briefe zunehmend durch elektronische Kommunikation ersetzt werden. Die Krise verschärft den Strukturwandel nun zusätzlich.

Diesen Druck spüren auch andere große Post-Dienstleister, sowohl die deutsche als auch die holländische Post verzeichnen im Brief-Bereich markante Rückgänge. "Unternehmen, die es jetzt versäumen, alle Möglichkeiten zur Optimierung zu nützen, handeln unverantwortlich", betont Jettmar. "Wer bei der gegenwärtigen konjunkturellen Lage und den strukturellen Veränderungen nicht konsequent bei den Kosten spart, führt sein Unternehmen nicht erfolgreich aus der Krise." Die Österreichische Post arbeitet daher weiterhin konsequent daran, Sach- und Personalkosten zu senken.

Sozial verträglicher Wandel

Die Post hat schon bisher gezeigt, wie Anpassung sozial verträglich erfolgen kann: Im Unternehmen arbeiten heute etwa 1.000 Vollzeitkräfte weniger als im Vorjahr, dennoch gab es keine betriebsbedingte Kündigung. Pensionierungen, Sozialpläne, natürliche Fluktuation oder der Ersatz von Zeitarbeit durch eigenes Personal sind effektive Alternativen.

Nun schafft auch der gemeinsam mit den Sozialpartnern erreichte, seit 1. August 2009 gültige neue Kollektivvertrag zusätzlichen Spielraum, um Beschäftigung in der Post zu halten. Generaldirektor Jettmar: "Wir haben bisher sozial verträgliche Wege gefunden, uns wirtschaftlich fit zu halten - und ich sehe keinen Grund zur Annahme, dass das nicht so bleiben sollte."

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