LR Ackerl: "Pröll lässt Bundesforste ausquetschen - ist das die angebliche Wirtschaftskompetenz der ÖVP?"

Ackerl unterstützt Resolution des Landarbeiterkammertages gegen Gefährdung von Arbeitsplätzen und Substanz bei der Bundesforste AG

Linz (OTS) - "Soll das etwa Wirtschaftskompetenz sein, wenn ein
der Nachhaltigkeit und der Sicherung der Wälder verpflichteter, Gewinn erwirtschaftender Staatsbetrieb durch das Finanzministerium in die Schuldenfalle getrieben wird?" so Ackerl. Ackerl bezieht sich auf die Situation bei der Österreichischen Bundesforste AG, die 2008 einen Gewinn von 20 Millionen Euro erwirtschaftet hat. Dieser Gewinn wurde aber vom Eigentümer, der Republik Österreich, zur Gänze für eine Dividendenausschüttung - an den Bund - vorgesehen. Weiters erhält das Landwirtschaftsministerium noch ein Fruchtgenussentgelt in der Höhe von ca. 7,2 Millionen Euro. "Um diese Beträge zahlen zu können, muss die Österreichische Bundesforste AG einen entsprechenden Kredit aufnehmen!" so Ackerl. "Anstelle die Gewinne als dringend benötigtes Investitionskapital im Unternehmen zu belassen, wird das positiv wirtschaftende Unternehmen in die Schuldenfalle getrieben, um Geld in die Kassen des Finanzministeriums zu spülen!" Leider mussten nämlich auch in der Vergangenheit schon Dividendenausschüttungen und Fruchtgenussentgelt mit Krediten finanziert werden. "Vorzeigebetriebe werden finanziell ausgequetscht und Schulden ausgelagert!" so Ackerl. "Später behauptet dann die ÖVP wieder, die staatsnahen Betriebe könnten nicht wirtschaften, und verkauft unseren Wald!"

Ackerl unterstützt daher die Forderung des Landarbeiterkammertages, dass Landwirtschaftsminister Berlakovic und Finanzminister Pröll die Dividendenpolitik noch einmal überdenken sollen. "Der Finanzminister mag ja der Ansicht sein, dass es wichtiger ist, mit Steuergeldern zu spekulieren und Banken zu finanzieren!" so Ackerl. "Er sollte aber auch zulassen, dass verantwortlich agierende Unternehmen die von ihnen selbst erwirtschaftende Gewinne in die Zukunft des Landes und der Umwelt investieren!" Darum fordert auch Ackerl von Berlakovich und Pröll, dass die Gewinne der Bundesforste im Unternehmen belassen werden müssen, damit die bestehenden Arbeitsplätze gesichert, Ausbildungsplätze in innovativen Bereichen gefördert und die notwendigen Investitionen in die Nachhaltigkeit und Sicherung der Wirkung unserer Wälder getätigt werden können.

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