Bayr: Solidarität mit indigenen Völkern - Stopp dem Land Grabbing

SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung zum Internationalen Tag der indigenen Völker

Wien (SK) - "Der Internationale Tag der indigenen Völker ist mir willkommener Anlass, darauf hinzuweisen, dass die Rechte indigener Völker weltweit noch immer nicht den rechtlichen Status erlangt haben, der ihnen zweifellos gebührt", so Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Bayr erinnert an die jüngsten Ereignisse in Peru, wo indigene Völker aus dem Amazonasgebiet erfolgreich gegen die Missachtung ihrer Rechte protestierten. "Dies ist leider eine Ausnahmesituation", so Bayr, "zum einen, weil die meisten Informationen über Indigene und deren Proteste in Südamerika, Afrika oder Asien gar nicht bis zu uns nach Europa kommen und zweitens, weil in noch viel zu wenigen Fällen die Indigenen ihre Rechte auch durchsetzen können - deshalb ist die internationale Solidarität mit den indigenen Völkern auch besonders wichtig!"

Meist sind indigene Völker - wie auch in Peru - von akuter Lebensraumzerstörung bedroht. "Ausbeutung und Landraub sind die Hauptprobleme", so Bayr, "dahinter stehen natürlich Profitgier und völlige Ignoranz gegenüber den Bedürfnissen von Mensch und Natur!"

Die Bedrohung für Indigene kann sowohl von der eigenen Regierung, multinationalen Großkonzernen oder auch Regierungen anderer Länder ausgehen. "Land Grabbing nennt man diese moderne Form des Kolonialismus, wo reiche Staaten und Riesenkonzerne ganze Landstriche fruchtbaren Bodens in Entwicklungsländern kaufen, um dann das Land für den Export auszubeuten. Die indigenen Völker sind nur die ersten Opfer dieser Raubzüge - Umwelt durch Zerstörung und die gesamte Bevölkerung durch Hungersnöte sind die nächsten", so Bayr
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Bayr betont aber auch die globale Dimension dieser Entwicklung:
"Wir müssen dem sogenannten Land Grabbing international geschlossen entgegentreten. Denn Lebensraumzerstörung und Menschrechtsverletzungen sind in unserer globalisierten Welt keine isolierbaren Probleme mehr - früher oder später sind auch wir in Europa davon betroffen!" (Schluss) sv/mp

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