Arbeitsklima: Arbeiterkammer Oberösterreich präsentiert erstmals Führungskräfte Monitor

Wien (OTS) - Der Österreichische Führungskräfte Monitor beschäftigt sich mit der Situation von Beschäftigten in Leitungspositionen. Diese Gruppe umfasst mehr als 500.000 Arbeitnehmer/-innen in Österreich - von der Filialleiterin im Supermarkt bis hin zum Geschäftsführer. Erstes Fazit des Führungskräfte Monitors: Viele Führungskräfte tun sich im Umgang mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schwer.

Nach den Daten des Arbeitsklima Index sind 14 Prozent aller Arbeitnehmer/-innen in Österreich in einer Leitungsfunktion beschäftigt. Damit ergibt sich hochgerechnet die Zahl von mehr als 500.000 Führungskräften. Darin enthalten sind Vorarbeiter/-innen, Filialleiter/-innen ebenso wie Geschäftsführer/-innen oder leitende Beamte.

Ihre Situation will die Arbeiterkammer von nun an regelmäßig im Österreichischen Führungskräfte Monitor beschreiben. Bislang wurde die Situation dieser Arbeitnehmer/-innen von der Forschung weitestgehend ignoriert. Untersuchungen behandeln meist nur die oberste Ebene, also die der Spitzenmanager. Die Arbeiterkammer Oberösterreich will diese Lücke schließen und auch den Arbeitsalltag des mittleren Managements zum Thema machen.

Die erste Auswertung belegt, dass Führungskräfte vor allem im Umgang mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gefordert werden:
- 70 Prozent bei der Motivation der Mitarbeiter/-innen;
- 59 Prozent dabei, manchmal harte Entscheidungen treffen zu müssen; - 45 Prozent dadurch, möglicherweise in persönliche Konflikte zu geraten.

Personen mit Leitungsaufgaben werden aber auch physisch sehr gefordert. 23 Prozent geben an, pro Woche mehr als 45 Stunden zu arbeiten, weitere 22 Prozent kommen auf mehr als 40 Stunden pro Woche.

Generell sind Führungskräfte aber zufriedener in ihrem Job als die übrigen Arbeitnehmer/-innen. Sie kommen derzeit auf 112 Punkte im Arbeitsklima Index, ohne Führungsaufgaben sind es 109 Indexpunkte. Eine wesentliche Ursache dafür: Sieben von zehn Führungskräften sind mit ihrem Einkommen zumindest "zufrieden". Bei den übrigen Arbeitnehmern/-innen sind es nur 59 Prozent.

Der "Österreichische Führungskräfte Monitor" wurde von der Arbeiterkammer Oberösterreich initiiert und gemeinsam mit den Instituten IFES und SORA entwickelt. Er soll von nun an regelmäßig erhoben und präsentiert werden.

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