Windbüchler-Souschill: Kinder haben das Recht um ihren Freund zu trauern

Grüne Nationalrätin aus Niederösterreich war bei der gestrigen Trauerkundgebung

St.Pölten (OTS) - Solidarisch zeigt sich die niederösterreichische Abgeordnete zum Nationalrat und Jugendsprecherin Tanja Windbüchler-Souschill mit den trauernden Kindern und Jugendlichen vor Ort in Krems. "Die Stimmung vor dem Merkur-Markt gestern abend war traurig und friedlich. Die Jugendlichen trauern um ihren Freund, der durch eine Kugel einer Polizeiwaffe getöte wurde. Sie haben das Recht ihre Gefühle und ihre Trauer auszuleben", ist Windbüchler-Souschill überzeugt von der gestrigen Gedenkaktion.

Viel Platz für ihre Trauer hatten die Jugendlichen jedoch nicht und kritische Stimmen machten sich breit. So soll ein Abgeordneter einen Platzverweis für die trauernden Jugendlichen gefordert haben, was für die Jugendsprecherin völlig verfehlt erscheint, sollte dies der Wahrheit entsprechen. "Lasst die Kinder trauern", ruft die Abgeordnete ihre PolitikerkollegInnen auf und möchte sich auch auf diesem Weg beim Kremser Magistratsdirektor Hallbauer bedanken für seine Umsicht auch gegenüber den Jugendlichen.
Dennoch: "Das viel propagierte ÖVP-Kinderösterreich gibt es nicht, es scheint eher so als wäre dies ein großer gelb-blauer-Werbegag gewesen! Kinder und Jugendliche bekommen keine Unterstützung und haben keine Rechte sondern nur Pflichten in Niederösterreich!", ist Windbüchler-Souschill enttäuscht über die negativen Reaktionen auf die Trauer der Jugendlichen.
Die Grüne bekräftigt einmal mehr die Forderungen nach Freiräumen, nach flächendeckender Sozialarbeit und Jugendarbeit, nach Einrichtungen wie Jugendzentren und nach kostenlosen Sportmöglichkeiten außerhalb von Verbänden.
Die gestrige Gedenkfeier war vermutlich der Beginn einer Bewegung von Jugendlichen, die fassungslos und auch zornig der Staatsgewalt und den Medienvertretern gegenüber stehen. "Die Trauer und der vorhandene Zorn muss kanalisiert werden! Es braucht vor Ort dringend vermehrt psychologische Betreuung und Krisenintervention für die Jugendlichen und Kinder vor Ort", ist Tanja Windbüchler-Souschill überzeugt. "Es gibt viele Rätsel um den Todesschuss, es gibt auch viele Rätsel über das Verhalten der Jugendlichen, aber der Tod des 14jährigen als Ausgang dieser Amtshandlung stellt das Verbrechen dar! Ich verurteile jede Aussage von politischer Seite, dass der Jugendliche selber schuld wäre, weil er einbrechen hätte wollen. Wo ist die ÖVP und ihr "Kinderösterreich" in Zeiten einer Krise in Niederösterreich geblieben? Gilt das Kinderösterreich nicht für alle Kinder und Jugendliche?", so Tanja WIndbüchler-Souschill abschließend

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