FSG Jugend Wien: 13 ManagerInnengehälter würden Lehrstellenmangel in Wien beseitigen!

Führungskräfte dürfen Zukunftsperspektiven der Jugendlichen nicht verbauen!

Wien (FSG) - "Lehrlinge und Jugendliche sind von der Wirtschaftskrise besonders betroffen. In Wien suchten mit Juli 2.877 Jugendliche Lehrstellen, damit fallen auf eine offene Lehrstelle etwa 7 Lehrstellensuchende. Gleichzeitig verdienten laut Studie der Arbeiterkammer ManagerInnen heimischer Börsenunternehmen im Jahr 2008 durchschnittlich 1.304.624 Millionen Euro. Wir fordern die Unternehmensleitungen auf, nicht bei den Schwächsten zu sparen, sondern bei sich und ihren Führungskräften zu beginnen. Die Gehälter von 13 ManagerInnen würden ausreichen, um den Lehrstellenmangel in Wien zu beseitigen", sagt Christoph Peschek, Jugendvorsitzender der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) Wien.

"Fakt ist, dass die Wirtschaftskrise nicht von ArbeitnehmerInnen und schon gar nicht von Lehrlingen verursacht wurde. Gleichzeitig leben manche ManagerInnen weiter in Saus und Braus, während sie ihre MitarbeiterInnen im schlimmsten Fall in die Arbeitslosigkeit schicken. Zunehmend hören wir von Betrieben, die ihre mit Herbst fertig ausgebildeten Lehrlinge nicht übernehmen werden oder die Lehrausbildung kürzen wollen. Daher fordern wir die Unternehmensleitungen auf, ihre Managergehälter auf eine nachvollziehbare Relation zu den durchschnittlichen Einkommen der ArbeitnehmerInnen zu reduzieren. Denn derzeit verdienen ManagerInnen das 48-fache von einem Durchschnittsgehalt eines Beschäftigten, das ist für niemanden mehr verständlich. Mit diesen frei werdenden finanziellen Ressourcen könnten Arbeitsplätze gesichert und neue Lehrstellen geschaffen werden", meint der Junggewerkschafter.

"Die Ausbildungsgarantie der Bundesregierung ist eine enorm wichtige Maßnahme. Dennoch dürfen die Betriebe sich nicht von ihrer sozialen Verantwortung verabschieden. Schließlich wurden in den letzten Jahren ordentliche Gewinne erwirtschaftet. Sparmaßnahmen auf dem Rücken der Jugendlichen sind kurzfristig gedacht, denn spätestens nach der Krise werden hochwertig ausgebildete Fachkräfte gebraucht. Daher fordern wir, dass die Finanzierung der überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen durch den Berufsausbildungsfonds getragen werden soll. Über diese Selbstfinanzierung durch die ArbeitgeberInnen gibt es mehr finanzielle Möglichkeiten für aktive Jugendarbeitsmarktpolitik. Letztlich wäre dies auch ein Beitrag zu mehr Gerechtigkeit", so Peschek abschließend.

FSG, 7. August 2009 Nr. 71

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