Neues Volksblatt: "Höchste Zeit" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 7. August 2009

Linz (OTS) - Auch wenn die Betreuung pflegebedürftiger Menschen nicht ausschließlich eine Frage des Alters ist, so sind es doch hauptsächlich die älteren Mitbürger, die sich mit den Fragen des Pflegegeldes befassen müssen. Schon deswegen muss der Vollzug des Pflegegeldgesetzes möglichst unproblematisch gehalten werden. Folgt man dem Rechnungshof, gibt es für den Bund diesbezüglich noch einiges nachzubessern.
Dass es in Zuerkennung und Höhe regionale Unterschiede in auffallendem Ausmaß gibt - 4751 Euro im Bundesschnitt, aber 5572 Euro je Bezieher in Vorarlberg -, kann eigentlich ebenso wenig sein, wie die immer noch lange Verfahrensdauer von 60 Tagen. So makaber das auch klingt: Da erledigt sich so mancher Antrag von selbst, wie auch Seniorenvertreter immer wieder beklagen.
Dass laut Rechnungshof Standards für die Auswahl und die Einschulung der Gutachter fehlen, passt ins Bild einer völlig uneinheitlichen Regelung.
"Es ist höchst an der Zeit, dass die Frage, ob und wie viel Pflegegeld jemand erhält, nicht mehr von seinem Wohnort abhängt", sagt Seniorenbund-Präsident Andreas Khol. Um in seiner Diktion zu bleiben: Es ist höchst an der Zeit, dass hier einheitlich und effizient im Sinne der Pflegebedürftigen agiert wird.

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