FP-Frank: Bauskandal mit Grünraumvernichtung im 21. und 22. Bezirk

Stadt Wien muss sofort eingreifen und Einhaltung der Bauordnung einfordern

Wien, 06-08-2009 (fpd) - Enorme Grünraumvernichtung,
Preistreiberei bei Grundstückspreisen durch gewisse Bauträger, Zerstörung des Ortsbildes, Nichteinhaltung der Bauordnung und der Abstandsflächen laut Flächenwidmungsplan - all das finde im Bereich des 21. und 22. Bezirks im großen Stil statt - offensichtlich mit voller Unterstützung der Stadt Wien, kritisierte heute die Gemeinderätin der FPÖ-Wien und Mitglied des Wohnbauausschusses, LAbg. Henriette Frank, die in diesem Zusammenhang die regierende SPÖ auffordert, hier sofort einzugreifen und die Einhaltung der Bauordnung einzufordern.

Betroffen von diesen Bauskandalen am Fließband seien vor allem jene, die "noch" idyllisch im Bereich der Oberen Alten Donau, etwa in der Siebeckstraße, Fiebrichgasse oder am Donizetti-, Regatta- oder Weinwurzenweg wohnen. Der Bauträger "GLORIT" baue hier eine gemeindebauverdächtige Wohnhausanlage nach der anderen, wobei oftmals die Festlegungen des betreffenden Flächenwidmungsplanes, dass nur 40 Prozent einer Fläche bebaut werden dürfen und der Rest Grünraum bleiben müsse, nicht eingehalten werden.

Eher könne von etwa 70 Prozent gesprochen werden, bemängelt Frank vor allem vor dem Hintergrund, dass die Stadt Wien stets bemüht sei, Grünflächen zur Erweiterung des Grüngürtels dazuzukaufen. Auf der anderen Seite werde nun allerdings zugelassen, dass die wenigen Grünoasen in Floridsdorf und Donaustadt zerstört und zugepflastert werden. Die Bauordnung werde auch im Punkt Bauhöhe offenbar völlig ignoriert. In dem betreffenden Gebiet seien die Häuser im Moment nur ein- bis zweistöckig, nun solle allerdings ein vierstöckiger Wohnblock entstehen. Dieser passe weder zum Ortsbild, noch werde die erlaubte Bauhöhe von höchstens 7,5m eingehalten.

Durch den GLORIT-Bau werde auch ein erhöhtes Verkehrsaufkommen erwartet. Zudem finde auf Grund des permanenten Grundstückszukaufs des Bauträgers eine enorme Grundstückspreiserhöhung statt, wodurch ein Hauskauf in diesem Gebiet für viele Familien bereits unleistbar geworden ist, listet Frank die Missstände auf.

Die Stadt Wien sei daher aufgerufen, unverzüglich einzuschreiten und jene GLORIT-Bauten im Grenzgebiet zwischen dem 21. und 22. Bezirk baupolizeilich zu überprüfen. Es könne nicht sein, dass man kleine Einfamilien- bzw. Wohnhäuser mit riesigen und vor allem viel höheren Wohnblöcken "einkastelt", so dass sich die Bewohner einerseits gegenseitig in die Schlafzimmer schauen müssen, andererseits die kleineren Häuser beinahe einer Totalbeschattung ausgesetzt sind und an manchen Orten Grünflächen fast gänzlich vom Beton verschluckt werden.

Außerdem müsse die Stadt Wien die momentan gültige gesetzliche Stellung des Mitspracherechts von Pächtern überdenken. Da die Bewohner der betroffenen Grundstücke nur Pächter des Stifts Klosterneuburg seien und demnach keine Eigentümer, haben diese nämlich kaum Möglichkeiten des Einspruchs, um sich gegen das Fuhrwerken von GLORIT mit SPÖ-Unterstützung zu wehren, fordert Frank abschließend. (Schluss) hn

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