Schwarzgrün ist mitverantwortlich: Massiver Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit in Oberösterreich

SP-Initiativen gegen Jugendarbeitslosigkeit mehrfach von VP/Grün abgelehnt

Linz (OTS) - Im Juli verzeichnete Oberösterreich den höchsten Anstieg der Arbeitslosigkeit (+52,1 %) im Bundesländervergleich, besonders hart sind davon junge Menschen zwischen 20 und 29 Jahren (+2.908) betroffen. "Dieser drastische Anstieg an jungen Arbeitslosen ist über die wirtschaftliche Krise hinaus auch ein politisches Versagen von Schwarzgrün. Denn Pühringers und Anschobers Parteien haben zahlreiche SP-Initiativen für eine bessere Jugendbeschäftigung abgelehnt oder durch Geschäftsordnungstricks im Landtag blockiert. Damit sind sie auch für die vielfach perspektivenlose Situation von jungen Menschen am oberösterreichischen Arbeitsmarkt verantwortlich", stellt SP-Klubchef Dr. Karl Frais klar. Jeder fünfte Jugendliche ist in Oberösterreich arbeitslos, nach den Wirtschaftsprognosen wird sich die Lage noch wesentlich verschlechtern.

Es beginnt schon damit, dass die ÖVP die Neue Mittelschule zur Hebung der Bildungsqualität jahrelang verhindert hat und Finanzminister Pröll jetzt nicht ausreichend Mittel für deren flächendeckenden Ausbau zur Verfügung stellt. Schließlich müssen viele Jugendliche mangels Verfügbarkeit einer Lehrstelle im gewünschten Lehrberuf stattdessen einen anderen Lehrberuf ergreifen, den sie gar nicht wollen. Fehlende Lehrabschlüsse und kurzfristige Jobwechsel sind die bedenklichen Folgen, die sich gerade in Krisenzeiten massiv auswirken.

Keine Priorität hatte Jugendbeschäftigung für ÖVP und Grün in der zu Ende gehenden Legislaturperiode des Oö. Landtags. Anders sei es nicht zu erklären, dass sozialdemokratische Initiativen wie ein "Ausbildungsmodell für Jugendliche ohne Berufsschulabschluss" oder ein "garantierter Ausbildungsplatz für Jugendliche" einfach abgelehnt wurden. In der Juli-Landtagssitzung 2009 wurde der SP-Initiativantrag betreffend ein Zukunftskonzept "Oberösterreichisches Lehrlingsausbildungsmodell" sogar mit ÖVP-Abänderungs- und ÖVP-Zusatzanträgen völlig ins Gegenteil verkehrt und schließlich gegen die Stimmen der SPÖ beschlossen. "Wir setzen uns weiter für ernsthafte Arbeitsmarktpolitik ein, die den jungen Menschen konkret zu Gute kommt. Die ÖVP hingegen hat mit ihren Abänderungsanträgen klargemacht, dass sie für zusätzliche Ausbildungsangebote - wie etwa qualitativ hochwertige überbetriebliche Lehrwerkstätten - nicht zur Verfügung steht. Aber statistische Erklärungen helfen den betroffenen arbeitslosen Jugendlichen nicht", betont Frais.

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