Khol zu RH-Pflegegeldbericht: Jetzt handeln!

Khol: "Langjährige Kritik des Seniorenbundes leider bestätigt. Werden uns an Bundeskanzler und Länder wenden!"

Wien (OTS) - "Leider müssen wir feststellen, dass der Rechnungshof in seinem heute veröffentlichten Bericht zum Vollzug des Pflegegeldgesetzes unsere langjährige Kritik bestätigt. Die Verfahren dauern noch immer zu lange und bei den Entscheidungen gibt es frappante regionale Unterschiede" bedauert Dr. Andreas Khol, Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes. "Wir werden uns nun an den Bundeskanzler wenden und ihn bitten, dieses Thema im Zuge der nächsten Landeshauptleutekonferenz einer Lösung zuzuführen."

Verkürzung von 130 auf 60 Tage reicht nicht aus

Wenn der Bericht feststellt, dass die Zeit, die für die Begutachtung der Pflegegeldanträge in der Pensionsversicherungsanstalt von 130 auf 60 Tage gesunken ist, ist dies selbstverständlich "eine gute Entwicklung, aber bei weitem nicht ausreichend", stellt Khol fest. "Es ist jedenfalls kein Grund zum Jubeln", erklärt, der VP-Seniorenobmann, der sich besonders an der unterschiedlichen Handhabung in den verschiedenen Ländern stößt "Es ist höchst an der Zeit, dass die Frage ob und wie viel Pflegegeld jemand erhält, nicht mehr von seinem Wohnort abhängt. Daher sind die Länder gefragt, hier einzugreifen!"

Seniorenbund-Forderungen bekräftigt - Rechnungshofvorschläge umsetzen

Der Seniorenbund verlangt nun die rasche Umsetzung der Rechnungshof-Vorschläge (Anm.: u.a. Standards für Auswahl und Schulung der Gutachter, sowie deren Begleitung), und verlangt eine weitere Beschleunigung der Begutachtungs-Verfahren selbst: "Länger als vier bis sechs Wochen darf so eine Beurteilung nicht mehr dauern. Außerdem verlangen wir, dass die Pflegegeld-Anliegen künftig gemeinsam mit der Entscheidung über die Förderung zur 24-Stunden-Betreuung an nur einer Stelle abgewickelt werden", führt Khol abschließend aus und ist überzeugt: "Wir haben ein gutes Pflegesystem, aber Fehler die aufgezeigt werden, sollte man möglichst umgehend beheben. Wo ein Wille ist, wird schließlich auch ein Weg zu finden sein!"

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