FPÖ-Karlsböck: Wirtschaft muss sich auf Schweinegrippe vorbereiten

Wien (OTS) - "WHO, EU und zahlreiche einheimische Experten warnen seit geraumer Zeit davor, dass sich die Schweinegrippe im Herbst massiv ausbreiten werde", sagte heute der freiheitliche Ärztesprecher NAbg. Dr. Andreas Karlsböck. Völlig unbeeindruckt davon zeige sich unverständlicherweise die Industrie, allen voran die großen Nahrungsmittelhändler wie Rewe und Spar, kritisierte Karlsböck.

Selbst wenn die Grippe relativ mild bleibe, so sei es doch eine Erkrankung, die den Arbeitnehmer für mindestens eine Woche vom Arbeitsplatz fern halte, sagte Karlsböck. Da bei einer Pandemie von Massenerkrankungen ausgegangen werden könne, sei anzunehmen, dass sich gerade Personen, die häufigen Kundenkontakt hätten, wie etwa Mitarbeiter in Supermärkten, besonders schnell und leicht infizieren würden. "Ich bin schon gespannt wer uns dann Lebensmittel verkaufen wird, wenn die im Dienstleistungsbereich beschäftigten Personen mit Grippe im Bett liegen", kritisierte Karlsböck die mangelnde Vorsorge bei den Lebensmittelkonzernen.

Bis heute hätten weder Rewe noch Spar - die beiden größten Lebensmittelketten im Land - irgendwelche Vorkehrungen für ihre Mitarbeiter getroffen, so Karlsböck, der das Management aufforderte auch im eigenen Interesse diesbezügliche Maßnahmen zu ergreifen. Anderenfalls könnte im Herbst ein veritables Versorgungsproblem auf die Österreichische Bevölkerung zu kommen. "Vielleicht motiviert die Konzernherren ja zumindest die Sorge vor massiven Umsatzeinbrüchen, wenn es schon nicht die Sorge um das Wohlergehen der eigenen Angestellten ist", schloss der freiheitliche Ärztesprecher.

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