BZÖ-Haubner: Preisexplosion bei Nachhilfe - BZÖ-Vorschlag Gratisnachhilfe durch Lehrer umsetzen

BZÖ-Antrag wird im Parlament diskutiert, Haubner fordert ernsthafte Diskussion

Wien 2009-08-06 (OTS) - BZÖ-Bildungssprecherin Ursula Haubner schlägt Alarm. Nach einer neuen Erhebung der Arbeiterkammer Oberösterreich sind die Preise für Nachhilfe in diesem Jahr um 15 bis 20 Prozent explodiert. Die Arbeiterkammer hat die Preise bei 24 Instituten in Oberösterreich unter die Lupe genommen. Bis auf zwei haben alle Anbieter die Preise um 15 bis 20 Prozent erhöht, wobei die Preise in Oberösterreich von 16 bis 40 Euro für eine Einzelstunde Unterricht schwanken. Rund ein Drittel der Nachhilfeschüler braucht Hilfe in Mathematik, gefolgt von Englisch und Deutsch. "Die Eltern müssen für private Nachhilfe immer tiefer in die Tasche greifen. Wenn jetzt durch die von der Arbeiterkammer bewiesene Preisexplosion sich die Nachhilfe für die Eltern noch einmal um 20 Prozent verteuert, wird eine inakzeptable soziale Bildungsbarriere aufgebaut, denn nur mehr wohlhabende Eltern werden sich die Nachhilfe für ihre Kinder weiter leisten können. Das BZÖ fordert hier die Umsetzung seines Vorschlages nach Gratis-Nachhilfe für Schüler durch Lehrer. Das Angebot soll für all jene Schüler gelten, die zu einer Nachprüfung antreten müssen. Starten soll die Gratis-Nachhilfe drei Wochen vor den Nachprüfungen. Das würde den Eltern und Schülern massiv helfen, sie entlasten und es könnten mit Sicherheit mehr Schüler in die nächste Klasse aufsteigen", so Haubner.

Die BZÖ-Bildungssprecherin hat mittlerweile im Parlament bereits einen Antrag auf Gratis-Nachhilfe für Schüler eingebracht, der im Unterrichtsausschuss des Nationalrates behandelt werden muss. "Ich fordere alle anderen Parteien auf, hier eine ernsthafte Diskussion zu beginnen, den BZÖ-Vorschlag unvoreingenommen zu überlegen und im Interesse der Schüler und Eltern auch umzusetzen. Hier darf es kein Diskussionsverbot geben, denn die Eltern sind bereits generell mit rund 3.300 Euro pro Kind und Schuljahr belastet und stoßen immer mehr an ihre finanziellen Grenzen, so Haubner. Schon vor der jetzigen Preisexplosion haben die Eltern jährlich über 150 Millionen Euro für Nachhilfe ausgegeben. Rund 50.000 Schülerinnen und Schüler mit einem oder mehreren Nicht Genügend im Zeugnis sind auf Nachhilfe angewiesen. In Österreich bleiben jedes Jahr fast 25.000 der 1,2 Mio. Schüler sitzen. Alarmierend ist, dass der Prozentsatz der regelmäßig Nachhilfe zahlenden Eltern sukzessive mit der Schulausbildung ihrer Kinder wächst.

Haubner berichtet von unzähligen positiven Reaktionen auf ihren Vorstoß, sowohl von Seiten der Eltern und Schüler, aber auch von Lehrern. "Viele Lehrer haben ein großes Interesse am schulischen Fortkommen ihrer Schüler und sehen auch, dass die Gratis-Nachhilfe ein Teil eines Bildungsgesamtpaketes ist, das den Lehrern durchaus Verbessserungen bringt, wie beispielsweise das Recht auf einen echten Arbeitsplatz in der Schule. Hier argumentiert die Gewerkschaft offensichtlich wieder einmal an den Interessen der Lehrerschaft vorbei und blockiert aus Prinzip, anstatt sich an den Verhandlungstisch zu setzen. Die Lehrer haben sich ihren Sommerurlaub verdient. Aber drei Wochen vor Schulbeginn einige Stunden kostenlose Nachhilfe zu erteilen ist zumutbar und schließlich bekommen die Lehrer die unterrichtsfreien Monate auch voll bezahlt", so Haubner abschließend.

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