Jakob Auer: Wohin geht die agrarpolitische Reise nach 2013?

Die Landwirtschaft zwischen Naturkatastrophen und Preisverfall braucht Antworten

Wien (ÖVP-PK) - Wir müssen uns schon jetzt Gedanken darüber machen, wie nach dem Ende der derzeit gültigen EU-Haushaltsperiode ab 2013 die Agrarpolitik gestaltet werden soll, damit die österreichische Landwirtschaft weiterhin am Markt bestehen kann, die vielen Familienbetriebe aufrecht erhalten bleiben können und die Landschaft geschützt ist. Für den ÖVP-Bauernbund-Abgeordneten Jakob Auer müssen diese Fragen auch in Zusammenhang mit der einkommenspolitischen Lage der bäuerlichen Betriebe diskutiert werden. "Denn im Moment sind die Betriebe zusätzlich eingeklemmt zwischen Naturkatastrophen und damit verbundenen Ernteausfällen sowie dem Preisverfall auf den Märkten." ****

"Wir Österreicher können stolz sein auf die heimischen Lebensmittel und auf die intakte Naturlandschaft, die auch bei ausländischen Gästen beliebt ist", dankt Auer den Landwirten für ihre Arbeit als Landschaftspfleger, aber auch als Lebensmittel- und Energieproduzent. "Dafür brauchen die Bauern unsere Unterstützung in Form von Ausgleichszahlungen und Marktregulierungen!" Eine Neuausrichtung der europäischen Agrarpolitik muss für den ÖVP-Abgeordneten somit die Direktzahlungen zur flexiblen und direkten Unterstützung der landwirtschaftlichen Produktion beibehalten. Weiters braucht es die Unterstützung durch zwei starke Säulen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und eine starke Ländliche Entwicklung zur Förderung benachteiligter Gebiete. Einsparungspotentiale sieht Jakob Auer vor allem in der Bürokratie: "Es ist Zeit, endlich mal hinter die Fassade von Doppelgleisigkeiten und kostenintensiven Abläufen zu schauen!"

Landwirtschaft muss sich auf Klimawandel einstellen

Neben Finanzkrise und Preisverfall am Markt hat die Landwirtschaft in den letzten Jahren verstärkt mit Naturkatastrophen zu kämpfen. Allein die letzten beiden großen Hagelwellen im Juli haben enorme Schäden angerichtet. "Hinter der Schadenssumme von 15 Millionen Euro, die allein in Oberösterreich zu verzeichnen ist, stehen Schicksale von Familien, die in wenigen Minuten ihre gesamten Ernteeinnahmen verloren haben", gibt Auer zu bedenken, dass auch sein Heimatbezirk Wels-Land massiv davon betroffen ist. Daher wird neben geeigneten Anpassungsmaßnahmen und einer vielfältigeren Produktion ebenso die Frage des ausreichenden Versicherungsschutzes für Landwirte immer wichtiger.
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