Grüne Niederösterreich: Was stimmt nicht in Niederösterreich?

Windbüchler-Souschill: Amtsbekannte Jugendliche bekommen keine Hilfe - im Ernstfall werden sie Opfer eines "tragischen Unglücks"?

St.Pölten (OTS) - Besorgt zeigt sich Nationalratsabgeordneten
Tanja Windbüchler-Souschill, Jugendsprecherin der Grünen Niederösterreich im Parlament, über den gestrigen Vorfall in Krems, wo ein 14-jähriger mutmaßlicher Einbrecher von einem erfahrenen Beamten erschossen wurde. Die Jugendsprecherin kann sich nicht vorstellen, wie ein 14-Jähriges Kind mit Schraubenzieher oder Gartenschere einen erfahrenen Polizisten dermaßen erschrecken kann, dass dieser seine Waffe plötzlich nicht mehr im Griff gehabt haben soll.
"Es heißt, die Burschen wären amtsbekannt gewesen, das kann jedoch nicht eine Entschuldigung für den Tod eines Kindes sein. Meines Wissens nach wurden keine Sozialarbeiter als Hilfe zugezogen. Wieso fühlt sich in Niederösterreich für kriminelle Jugendliche niemand zuständig? Niederösterreich muss Maßnahmen setzen, um es gar nicht erst soweit kommen zu lassen! Ein versuchter Einbruch stellt ein Delikt da und wird auch von den Grünen nicht goutiert. Jedoch kann eine Amtshandlung nicht den Tod eines Kindes zur Folge haben", so Windbüchler-Souschill.
Windbüchler-Souschill ortet bei der Polizei Ausbildungsdefizite: "20 Stunden Einsatzübungen pro Jahr sind doch wohl wirklich zu wenig, um den Polizisten, die unterschiedlichsten Situationen, mit denen sie möglicherweise konfrontiert werden, näher zu bringen. Man muss davon ausgehen können, dass vor allem erfahrene Beamte wissen, wie sie sich bei Dunkelheit in fremden Objekten, wo ein plötzlicher Zusammenstoß mit dem Täter mehr als möglich erscheint, verhalten sollen", so die Nationalratsabgeordnete fassungslos über den Ausgang dieser gestrigen Amtshandlung.
Windbüchler Souschill ist zuversichtlich, dass eine objektive Untersuchung des Falles lückenlose Aufklärung bringt. "Sollte menschliches Versagen der Grund für den Tod des 14-Jährigen sein, muss das Landeskriminalamt Niederösterreich dazu stehen und nicht nach Auflüchten suchen. Das Innenministerium muss letztendlich mehr in die Ausbildung der Polizisten investieren, um das Risiko eines Fehlverhaltens zu minimieren", so Windbüchler-Souschill.

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