Neues Volksblatt: "Verantwortung" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 6. August 2009

Linz (OTS) - Auf eines ist Verlass, wenn Polizisten in Vorfälle involviert sind wie das tragische Ende der Einbrechersuche in Krems:
Es gibt gewisse Kreise, die daraus sofort politisches Kapital schlagen wollen. Dass der Grüne Peter Pilz der erste war, der sich den Kopf um die politische Verantwortung zerbrach, überrascht nicht weiter. Pilz zerbricht sich schließlich ständig den Kopf darüber, für welche Missstände er Regierungspolitiker verantwortlich machen kann. Keine besondere Überraschung ist auch die Empörung der Jungen Sozis über den Einsatz von Schusswaffen. Geht es gegen die Polizei, ist man immer vorne dabei.
Dass der tragische Vorfall lückenlos aufgeklärt gehört, versteht sich von selbst, alles andere wäre eines Rechtsstaates unwürdig. Entsprechende Aufforderungen mit scheelem Blick auf die Polizei sind daher überflüssig. Zu beantworten sind aber nicht nur Fragen nach der Verhältnismäßigkeit des Waffengebrauchs oder der Ausbildung der Exekutivbeamten. Ebenso ist zu hinterfragen, warum ein 14- und ein 16-Jähriger auf Einbruchstour gehen. Gewiss, es ist eine bittere Frage, aber: Auch dafür, dass halbe Kinder nächtliche krumme Touren absolvieren, gibt es eine Verantwortlichkeit. Nur liegt sie sicher nicht bei der Polizei.

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