Gesundheitsdienst Wien: Die ergonomisch richtige Schultasche

Wien (OTS) - Die ergonomisch richtig ausgewählte Schultasche mit dem richtigen Gesamtgewicht leistet einen wichtigen Beitrag zur Gesunderhaltung des Bewegungsapparats. Der im Wachstum befindliche Bewegungsapparat der Kinder (Skelett, Sehnen, Bänder und Muskulatur) reagiert sensibel auf Überforderung durch zu hohe Trageleistung und Fehlbelastungen, aber auch auf Unterforderung durch Bewegungsmangel. Immer wieder sind vor allem Volksschulkinder zu beobachten, die unter einer viel zu großen und offensichtlich für sie auch viel zu schweren Schultasche "untergehen". Das sollte nicht passieren und kann vermieden werden. Die Entwicklung von Fehlhaltungen, Rund- und Hohlrücken soll dadurch hintan gehalten werden. Ein Stück zu Fuß zur Schule zu gehen und die - richtig gepackte - Schultasche am Rücken zu tragen, kann grundsätzlich einen Beitrag zur täglichen Bewegung leisten. Man muss nur - neben der Planung eines sicheren Schulwegs -einige Dinge bei der Schultasche berücksichtigen.

Für die Auswahl einer Schultasche werden folgende Punkte empfohlen

Für Schultaschen gibt es Standards, welche die Gesundheit der Kinder erhalten sollen. Die ÖNORM A 2170 regelt die ergonomischen und sicherheitstechnischen Anforderungen an Schultaschen für die Zielgruppe der sechs- bis 12-jährigen SchülerInnen. Außerdem regelt die ÖNORM die funktionsgemäße Gestaltung der Schultaschen wie z.B. die Lebensdauer der Verschlussteile und die Wasserdichtheit. Überdies werden Empfehlungen über die Zusammenhänge zwischen Körpermaß, Tragmaße und Innenabmessungen der Schultaschen gegeben.

o Das Eigengewicht der Schultasche soll so gering wie möglich sein. o Die Schultasche soll auf dem Rücken angenehm zu tragen sein. o Die Schultasche soll zur Rückenform und zur Rückenlänge passen. o Die Träger der Schultasche sollten gepolstert sein und nicht einschneiden.

Weitere Empfehlungen für den täglichen Gebrauch der Schultasche

o Das Gesamtgewicht der Schultasche samt Inhalt sollte 10 Prozent des Körpergewichts des Kindes nicht überschreiten. Das ist wichtig, um den im Wachstum befindlichen Bewegungsapparat nicht zu überfordern. So wird eine Tragleistung gewährleistet, die im Rahmen der körperlichen Entwicklung des Kindes bleibt und "Sondergepäck" wie zusätzliche Bücher, Hefte und andere für die Kinder wichtige Gegenstände in Grenzen bleiben. o Eltern sollten das Gewicht der Schultasche ihres Kindes ab und zu mit der Waage kontrollieren. o Eltern sollten immer wieder in die Schultasche schauen und sich fragen, ob ihr Kind das alles auch tragen kann. Außerdem sollten Eltern darauf achten, dass nicht mehr Bücher und Hefte als laut Stundenplan erforderlich in die Schultasche eingepackt werden.

Auch LehrerInnen können zu einer leichteren Schultasche beitragen, indem sie sich der Menge der von den Kindern zu befördernden Unterrichtsunterlagen bewusst werden und diese "Gepäckmenge" über alle Wochentage möglichst gleichmäßig gestalten und rechtzeitig bekannt geben, was in den nächsten Tagen in der Schule gebraucht wird. (Schluss) sr

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