FP-Frank(1): Werkbundsiedlung muss gerettet werden

Wien, 04-08-2009 (fpd) - Die Sanierung eines der bekanntesten
Wiener Wohnprojekte, die Werkbundsiedlung in Hietzing, lasse immer weiter auf sich warten. Es sei eine Schande für die Stadt Wien, dieses 1932 errichtete, einzigartige Ensemble sich selbst zu überlassen, kritisiert heute die Architektursprecherin der FPÖ-Wien, Gemeinderätin Henriette Frank im Zuge einer Pressekonferenz.

1932 wurde die Werkbundsiedlung im noblen Hietzing eröffnet. Ihre 70 Siedlungshäuser mit Mustereinrichtungen sollten als Modell für leistbares Wohnen dienen. Organisiert wurde das Projekt vom Architekten Josef Frank, dem es vor allem um funktionelle Lösungen ging. Aber auch viele andere namhafte Architekten, wie Josef Hoffmann oder Adolf Loos waren beteiligt. Nun habe die Stadt Wien in den 1980er Jahren zwar Sanierungsmaßnahmen getätigt. Jedoch wurden damals 56 der 70 Häuser nur mangelhaft renoviert. Außerdem seien die Erhaltungsarbeiten, die sich aus den Reparaturzyklen ergeben hätten, nicht durchgeführt worden, wodurch das Schadensausmaß weiter verstärkt wurde.

Die Siedlung stehe auf feuchtem Grund, weshalb unter anderem im Laufe der Jahre Schäden entstanden seien, die die Substanz der Häuser bereits massiv bedrohen. Die meisten Häuser - die allesamt unter Denkmalschutz stehen - weisen mittlerweile Schäden an der Fassade, bröckelnden Verputz, feuchte Keller oder rostende Türen und Balkone auf. Eine große Generalsanierung sei jetzt - auf Grund der jahzehntelangen Untätigkeit - unumgänglich. Die Verantwortung dafür trage die Stadt Wien, welcher die überwiegende Mehrheit der Häuser gehört. Nur ein kleiner Teil befinde sich in Privatbesitz, stellt Frank weiter fest.

Seit dem Jahr 2005 verspricht die Stadt Wien nun eine Sanierung der architektonisch wertvollen Werkbundsiedlung. Hat man damals noch gemeint, die Sanierung werde sich verzögern, da man neben den erwarteten Ziegelbauten auch Holzkonstruktionen entdeckt habe und daher noch nicht genau wisse, was auf Grund des hohen Grundwasserspiegels zu tun sei, so war ab dem Jahr 2007 plötzlich die Finanzierung der Grundsanierung nicht gesichert. In der Argumentation versteigt sich die SPÖ gar darin, dass ja 1981 eine Sanierung stattgefunden hätte und man ohnehin die laufenden Arbeiten erledige. Offenbar sei den Verantwortlichen nicht bewusst, dass mit jedem weiteren Aufschub der Sanierung, die zu erwartenden Kosten weiter anwachsen werden. Man werde daher das Gefühl nicht los, dass die Stadtverantwortlichen solange zuwarten wollen, bis die Häuser auf Grund ihres Allgemeinzustandes baupolizeilich gesperrt werden müssen, so Frank. (Forts.) hn

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