Wettlauf um Sonnenstrom-Anlagen

Heute schüttet der KLI.EN-Fonds 18 Mio. Euro für PV-Kleinanlagen aus

Wien (OTS) - Mit Spannung wird der Ansturm auf die Investitionshilfen für PV-Kleinanlagen (bis 5 kWp) aus dem Klima- und Energiefonds (KLI.EN) erwartet, der heute Punkt 10 Uhr beginnt. Im vergangenen Jahr standen im Rahmen dieser Aktion 8 Mio. Euro zur Disposition - das Angebot war nach 17 Minuten erschöpft. Heuer sind die Einreichbedingungen verschärft worden. Experten erwarten, dass die 18 Mio. Euro trotzdem rasch vergriffen sind. "Die Aktion für Kleinanlagen ist zwar ein wichtiges Signal, von einer Befriedigung der Nachfrage kann aber nicht gesprochen werden", sagt Hans Kronberger vom Bundesverband Photovoltaic Austria.

Globale Entwicklung beachten

Kaum eine Technik macht aktuell eine so rasante Entwicklung durch wie die Photovoltaik (PV). Im Schnitt der laufenden Dekade beträgt das Branchen-Wachstum 40 % pro Jahr. Schon heute beschäftigt die PV-Industrie in Europa rund 100.000 Menschen - und das, obwohl die Technik in den meisten Ländern (auch Österreich) noch vor dem Marktdurchbruch steht. Langfristig wird der Photovoltaik das Potenzial zugeschrieben, zumindest 40 % der globalen Stromproduktion decken zu können. "Die heimische PV-Industrie ist gefordert, in den kommenden 5 bis 7 Jahren einen international wettbewerbsfähigen Markt aufzubauen um von der globalen Entwicklung profitieren zu können", betont Kronberger.

Der KLI.EN-Fonds hilft zwar mit, eine erste Hürde zu überspringen - es könnten heuer erstmals mehr als 10 MWp PV-Leistung neu installiert werden. Gegenüber unseren Nachbarstaaten sehen wir trotzdem arm aus: Tschechien rechnet heuer mit rund 100 MWp Neuinstallation, Deutschland mit bis zu 2.000 MWp. Die Leidtragenden an der wenig ambitionierten Ausbaupolitik in Österreich sind wartende Kunden und viele heimische PV-Unternehmen. Kronberger: "Die Politik ist gefordert dem kleinkarierten Hick-Hack von diversen Interessensverbänden ein Ende zu bereiten und endlich einen international herzeigbares Ökostromgesetzes zu gestalten."

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Christian Kirchweger
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