Neues Volksblatt: "Freunderl" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 4. August 2009

Linz (OTS) - Die Verwaltungsreform, so sagen die
Koalitionsspitzen, müsse auf jeden Fall kommen. Nur so seien einige der Milliarden hereinzubringen, die man an anderer Stelle zur Krisenbewältigung ausgegeben hat.
So mancher schüttelt ob solcher Ansagen den Kopf, weil man sich nicht so recht vorstellen kann, wie in der Verwaltung so viel Geld gespart werden kann.
Doch zum Glück gibt es den Rechnungshof, der den Dingen sehr oft nicht nur im Großen, sondern vielmehr sehr detailliert auch im Kleinen auf den Grund geht. Und so ist der Rechnungshofbericht über die Stadt Steyr ein schönes Beispiel dafür, wie in der Verwaltung tatsächlich einiges an Einsparpotenzialen brach liegt.
Ein unübersichtliches Dienstrecht mit 328 Lohnarten und 170 Nebengebühren und Zulagen, großzügige Beförderungen, ineffiziente Personalentwicklung, versteckte Steuern bei Gebühren und freiwillige Abfertigungen sind nur ein paar Beispiele dafür, wie der Bürger geschröpft wird. All das gedeiht in einem sozialistischen Biotop, das seinesgleichen sucht. Dank Rechnungshof und emsiger Opposition kommt das alles an die Öffentlichkeit. Und die Steyrer Bürger wissen nun, was mit "Verwaltungsreform" gemeint sein könnte: Das Ende der SPÖ-(Freunderl-)Wirtschaft.

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