ÖSTERREICH: Viertes Spekulations-Papier heißt "Rhinebridge"

ÖBFA-Insider: "Es gab Spekulations-Provisionen in zweistelliger Millionenhöhe"

Wien (OTS) - Das Finanzministerium bestätigt gegenüber der Tageszeitung ÖSTERREICH (Dienstag-Ausgabe) Insider-Informationen, wonach das vierte Spekulationspapier der Bundesfinanzierungsagentur (ÖBFA) "Rhinebridge" heißt. Bisher waren nur die drei Karibik-Papiere Axon, Mainsail und Golden Key bekannt. Der Staat kaufte 2007 um 159 Millionen Euro das Rhinebridge-Papier von der irischen Zweckgesellschaft der deutschen Industriebank (IKB). Die Papiere der nunmehr Pleite gegangene Rhinebridge konnten von der ÖBFA mit einer Rendite von 0 Prozent bereits abgestoßen werden - da die ÖBFA aber Kredite für den Kauf verwendete, ergibt sich auch hieraus ein Verlust.

ÖBFA-Insider sprechen gegenüber ÖSTERREICH jetzt zudem von Provisionszahlungen in zweistelliger Millionenhöhe und sprechen den Verdacht von verbotenen Kick-Back-Zahlungen aus. "Warum sollten sich die Manager sonst extra Kredite zum Spekulieren aufnehmen? Aus Liebe zum Staatsbudget ja wohl nicht", sagt der grüne Rechnungshofsprecher Werner Kogler im Gespräch mit ÖSTERREICH.

Gerhard Jarosch, Sprecher der Wiener Staatsanwaltschaft, bestätigt gegenüber ÖSTERREICH den Eingang der ersten anonymen Srafanzeige gegen fünf ÖBFA-Manager. Sie wurde an die zuständige Korruptionsstaatsanwaltschaft weitergeleitet.

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