Bures: 1.900 Eisenbahnkreuzung mit besser sichtbaren Andreaskreuzen umgerüstet

Wien (BMVIT) - Verkehrsministerin Doris Bures und die ÖBB setzen einen Schwerpunkt auf Absicherung von Eisenbahnkreuzungen. Jetzt wurde die Nachrüstung von 1.900 Kreuzungen mit den neuen, reflektierenden Andreaskreuzen, die für die Autofahrer besser sichtbar sind, abgeschlossen. Außerdem wurden an diesen Kreuzungen spezielle weiße Bodenmarkierungen angebracht, womit die Aufmerksamkeit der Autofahrer auf die bevorstehende Eisenbahnkreuzung gelenkt wird. ****

Damit sind alle Kreuzungen von Schiene und öffentlicher Straße, die derzeit keine technische Sicherung haben, mit diesen neuen Andreaskreuzen und den neuen Bodenmarkierungen versehen.

"Jeder Unfall ist einer zuviel", sagt Verkehrsministerin Doris Bures. Deshalb wird das Programm zur noch besseren Absicherung von Eisenbahnkreuzungen mit Hochdruck weiterverfolgt. Ein wichtiger Teil davon ist mit der Umrüstung auf reflektierende Andreaskreuze und neue Fahrbahnmarkierungen abgeschlossen.

Von 2008 bis Juni 2009 wurden österreichweit genau 1.897 Kreuzungen mit den neuen Andreaskreuzen versehen. Insgesamt wurden 7.800 Tafeln (in der Regel vier pro Eisenbahnkreuzung, bei einigen auch fünf) montiert. Die Kosten für die Umrüstung betrugen über 4 Mio. Euro. Die Straßenerhalter (Länder, Gemeinden) brachten an denselben Kreuzungen die neuen weißen Bodenmarkierungen auf.

Verkehrsministerin Doris Bures betont: "Wir unternehmen alles, um mit neuen Schranken, Signalanlagen, Bodenmarkierungen und tausenden besser sichtbaren Warnschildern die Eisenbahnkreuzungen sicherer zu machen. Es geht darum, die Aufmerksamkeit der Autofahrer zu steigern. Denn die meisten Unfälle bei Kreuzungen passieren durch Unachtsamkeit. Das Wichtigste ist also nach wie vor, Vorsicht walten zu lassen."

"Hot spot"-Programm wird mit Jahresende abgeschlossen

Ein weiterer Teil des Sicherheitsprogramms für Eisenbahnkreuzungen betrifft die sogenannten "Hot spots". Als "Hot spots" gelten jene 56 Bahnübergänge mit besonderer Unfallhäufigkeit in den letzten Jahren. Mehr als die Hälfte davon wurde schon nachgerüstet, die restlichen werden es im Laufe dieses Jahres.

Wie wichtig dem Verkehrsministerium und den ÖBB Sicherheit an Eisenbahnkreuzungen ist, zeigt sich auch im ÖBB-Rahmenplan. Mehr als 100 Kreuzungen werden in den kommenden Jahren entweder aufgelassen, durch Unterführungen ersetzt oder durch Errichtung von Schranken sicherer gemacht.

Für die Absicherung von Einsenbahnkreuzungen braucht es die Zusammenarbeit von Ministerium, ÖBB, Ländern und Gemeinden, weil die Sicherung von Eisenbahnkreuzungen eine gemeinsame Aufgabe vom Bahnbetreiber und dem Straßenerhalter ist. Die meisten Kreuzungen liegen an Landes- oder Gemeindestraßen.

Bund, ÖBB, Länder und Gemeinden investieren jährlich 25 Mio. Euro in die Sicherheit von Bahnübergängen. Bund und ÖBB tragen dabei 75 Prozent der Gesamtkosten. Dazu kommen aus dem Konjunkturpaket für die Jahre 2009 bis 2012 weitere 40 Mio. Euro.

Pro Bahnkilometer eine Eisenbahnkreuzung

Im internationalen Vergleich weist Österreich eine hohe Zahl an Eisenbahnkreuzungen auf. Im Netz der ÖBB sind es 5.553, bei den Privatbahnen 1.560. Im Gesamtnetz der ÖBB gibt es durchschnittlich pro Kilometer einen Bahnübergang, dabei werden Hauptbahnen (z.B. West- oder Südbahn) durchschnittlich alle 2 Kilometer von einer Straße gekreuzt, Nebenbahnen sogar alle 565 Meter. Der europäische Durchschnitt liegt bei rund 2 Kilometern. Ein Ziel ist es daher auch, die Gesamtzahl an Einsenbahnkreuzungen weiter zu reduzieren. (Schluss)

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