FVMI: Treibstoffverbrauch im ersten Halbjahr 2009 rückläufig

Dieselverbrauch sinkt um 5,8% - Benzin mit leichtem Plus - Heizölabsatz steigt

Wien (OTS) - Der österreichische Treibstoffmarkt verzeichnet das zweite Jahr in Folge insgesamt ein rückläufiges Ergebnis. Nach einem Minus von über 6 Prozent im 1. Halbjahr 2008 ist der Treibstoffverbrauch in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um weitere 4,4 Prozent zurückgegangen. Der reduzierte Verbrauch erklärt sich nach Ansicht des Fachverbandes der Mineralölindustrie (FVMI) in erster Linie mit dem Rückgang des Großkundengeschäfts. Besonders die Frächter leiden unter der Finanz- und Wirtschaftskrise, was sich mit einem deutlichen Minus von 5,8 Prozent beim Dieselkraftstoffverbrauch zu Buche schlägt.

Ein etwas anderes Bild zeigt sich beim Verbrauch von Ottokraftstoffen (Normalbenzin, Eurosuper, Super Plus), wo im ersten Halbjahr 2009 ein leichtes Plus von 0,5 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode erzielt werden konnte. Der OK-Verbrauch lag bei rund 890.000 Tonnen oder 1,2 Milliarden Liter. Davon wurde der größte Teil (99,6 Prozent) über das öffentlich zugängliche Tankstellennetz an die Endverbraucher abgegeben.

Der Verbrauch an Dieselkraftstoffen reduzierte sich im ersten Halbjahr 2009 um 5,8 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode und betrug laut Marktschätzung des Fachverbandes 2.840.000 Tonnen oder rund 3,4 Milliarden Liter. 57 Prozent der Dieselmenge wurden über die 2.800 öffentlich zugänglichen Tankstellen vertrieben. Die übrigen 43 Prozent Dieselkraftstoff verkauften die Mineralölfirmen direkt an Großkunden, wie etwa Transport- und Bauunternehmen oder die öffentliche Hand.

"Im PKW-Verkehr sind die Rückgänge beim Dieselverbrauch weniger stark, bei Benzin konnte sogar ein leichtes Plus verzeichnet werden. So lässt sich die Entwicklung bei Benzin auf die wieder seit längerer Zeit steigende Nachfrage bei Autos mit Benzinmotoren zurückführen. Das deutliche Minus beim Dieselverbrauch ergibt sich hingegen insbesondere aus dem Großkundengeschäft, wo sich in den letzten Monaten die Situation eher verschärft als entspannt hat", so Dr. Christoph Capek, Geschäftsführer des Fachbandes der Mineralölindustrie.

Heizöl Extra Leicht wieder im Plus - Verbrauch von Flugturbinen-Treibstoff bricht ein

Bei Heizöl Extra Leicht ergab sich im ersten Halbjahr 2009 mit einem Absatz von 900.000 Tonnen auch nach 2008 (+29 %) wieder ein Plus von 8,4 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Heizöl Leicht kam mit einem Ergebnis von 175.000 Tonnen auf einen Anstieg von 4,8 Prozent (2008 +7 %) gegenüber dem ersten Halbjahr 2008. Beim Flugturbinentreibstoff belief sich der bisherige Verbrauch in den ersten sechs Monates des Jahres auf 290.000 Tonnen, das entspricht einem Minus von 23 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode.

Über den FVMI

Der Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI) ist eine bundesweite Fachorganisation im Bereich der Wirtschaftskammer Österreich und als gesetzliche Interessenvertretung Bindeglied zwischen Wirtschaft und Öffentlichkeit. Mitglieder sind österreichische Unternehmen, die Rohöl aufsuchen und fördern (upstream), in Pipelines transportieren (midstream) und in eigenen oder konzernverbundenen Raffinerien verarbeiten sowie Mineralölprodukte vertreiben (downstream).

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle Fachverband der Mineralölindustrie
ikp Wien PR und Lobbying GmbH
Franz Ramerstorfer
Liechtensteinstraße 12/10 1090 Wien
Tel.: +43 1 5247790-16
Email: maria.wedenig@ikp.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FVM0001