ÖAMTC rät zu einer kritischen Überprüfung der Kreditkarten-Abrechnung nach dem Urlaub

Niemand ist vor Kreditkarten-Piraten sicher

Wien (OTS) - Kreditkarten sind gerade im Urlaub ein einfaches und beliebtes Zahlungsmittel. "Aber Vorsicht", warnt ÖAMTC-Chefjurist Hugo Haupfleisch, "Kreditkarten-Abrechnungen sollten nach dem Urlaub einer eingehenden Überprüfung unterzogen werden." Jahr für Jahr häufen sich Ende des Sommers bei der ÖAMTC-Rechtsberatung die Anfragen wegen ungerechtfertigter Kreditkarten-Abrechnungen. Immer wieder kommt es zum Beispiel vor, dass "Extrakosten" von Leihwagenfirmen stillschweigend abgebucht werden, ohne dass es dafür jedoch eine rechtliche Grundlage gibt. Dazu der Rat des ÖAMTC-Experten: "Wichtig ist, dass man die Reklamationsfrist des Kreditkartenunternehmens einhält. Denn: Widerspricht man den Abbuchungen nicht innerhalb der vorgegebenen Zeit - bei den meisten Unternehmen sind das 30 beziehungsweise 42 Tage - gelten die Belastungen als akzeptiert."

Leihwagenunternehmen sind oft recht findig, was das Abbuchen von zusätzlichen Kosten betrifft. Das Unternehmen behauptet einen Schaden und das Geld dafür wird kommentarlos abgebucht, ohne dass dafür ein Beleg unterschrieben wurde", beschreibt der ÖAMTC-Jurist die Vorgangsweise. "Oder Strafen werden kassiert, ohne dass man je ein behördliches Schreiben erhalten hätte." Wichtig ist daher, dass man schon bei Übernahme des Mietwagens eine vom Angestellten der Leihwagenfirma unterschriebene Liste über Vorschäden und fehlendes Zubehör anfertigt. Bei der Rückgabe sollte man sich ebenfalls bestätigen lassen, dass das Auto vollständig und unbeschädigt ist. "So schützt man sich am besten gegen später eingebrachte Forderungen", rät der ÖAMTC-Experte. Aber auch andere Unternehmen versuchen das bargeldlose Bezahlen zu ihren Gunsten auszunutzen. "Es kommt immer wieder vor, dass sich Mitglieder hilfesuchend an den ÖAMTC wenden, denen Hotelkosten oder Einkäufe doppelt abgebucht wurden", berichtet Haupfleisch.

Das Um und Auf bei widerrechtlich abgebuchten Beträgen ist ein schriftlicher Einspruch innerhalb der vom Kreditkarten-Unternehmen gesetzten Frist. "Hat man allerdings keine plausiblen Belege vorzuweisen, ist man auf ein Entgegenkommen der Unternehmen angewiesen", erläutert der ÖAMTC-Jurist. "Diese versprechen jedoch Kulanz und stellen sich in strittigen Fällen auf die Seite des Kunden." Immer noch kommt es bei der Abrechnung von Mietwagenunternehmen vor, dass selbst in eindeutig belegbaren Fällen der Karteninhaber meist alleine gegen die ausländischen Kreditkarten-Piraten ins Feld ziehen muss. ÖAMTC-Mitgliedern helfen die Club-Juristen aber auch in solchen Fällen.

Der ÖAMTC verfügt über speziell ausgebildete Juristen, die in allen Rechtsfragen in Sachen Verkehr, Werkstätten, Versicherungen und Reisen weiterhelfen. Das Know-how der Clubjuristen kann viel Zeit, Geld und Ärger ersparen. In allen Notfällen sind die Juristen des ÖAMTC unter der Nummer des Schutzbrief-Notrufes +43(0)1 25 120 00 auch aus dem Ausland rund um die Uhr erreichbar. Für Rechtshilfe stehen die Experten der ÖAMTC-Rechtsberatung unter +43 (0)1 71199-1530 oder per E-Mail: office@oeamtc.at sowie bei allen ÖAMTC-Landesclubs hilfreich zur Seite. Mehr zu der für ÖAMTC-Mitglieder kostenlosen Beratung erfährt man im Internet unter www.oeamtc.at/recht.

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