WWTF Life Sciences Call 2009: Förderung herausragender Forschungsprojekte

Wien (OTS) - Die Life Sciences sind eine der zentralen Stärken der Wiener Forschungslandschaft; mit ein Grund für den Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) dieses Thema langfristig zu verfolgen. Seit 2003 hat der WWTF ca. 25 Mio.Euro in dieses Schwerpunktthema investiert und das nicht nach dem "Gießkannenprinzip", sondern im Rahmen hochkompetitiver Projektcalls und Ausschreibungen für Stiftungsprofessuren. Am 15.Juli 2009 hat der Vorstand des WWTF die Vergabe 5,5 Mio.Euro für insgesamt elf Life Sciences Projekte beschlossen.

Der Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) als privat gemeinnützige Fördereinrichtung unterstützt hochklassige Forschungsprojekte in Wien in wichtigen Schwerpunktfeldern auf Basis einer strengen internationalen Begutachtung. Dabei werden pro Call 150-250 Fachgutachten eingeholt und von einer rein international besetzten Jury diskutiert. Die Konkurrenz ist dabei sehr stark, d.h. nur etwa jeder sechste Antrag in WWTF-Calls kann von der Jury auch tatsächlich zur Förderung empfohlen werden.

Im Rahmen des bisher dritten Projektcalls im Schwerpunkt Life Sciences mit dem Fokus "Molekulare Mechanismen und Methoden" wurden insgesamt 75 Anträge für wissenschaftliche Projektvorhaben von Wiener Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen beim WWTF eingereicht. Davon wurden elf Forschungsprojekte von der internationalen Jury zur Förderung empfohlen.
Thematisch decken die geförderten Vorhaben ein breites thematisches Spektrum ab und reichen von der Erforschung neuer Wege zu einer biologischen Abwasserreinigung, über die Entwicklung neurobiologischer Ansätze, die anhand des Modellorganismus Fruchtfliege dem Wesen des Gedächtnisses nachgehen bis hin zur Identifizierung krebsrelevanter Gene zur Entwicklung neuer therapeutischer Ansätze.

Die geförderten Vorhaben sind:

- "Molecular mechanisms of memory formation: targets of Drosophila Orb2" - 530.000 Euro
Projektleiterin: Krystyna Keleman (Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie GmbH)

- "Searching for Cancer Achilles' Heels" - 550.000 Euro Projektleiter: Sebastian MB Nijman (Center for Molecular Medicine -CeMM)

- "Molecular function of CTCF and cohesins in regulating nuclear organization and gene activity" - 575.000 Euro
Projektleiter: Jan-Michael Peters (Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie GmbH)

- "Epigenetic Regulation of T Cell Development and Function" -552.000 Euro
Projektleiter: Wilfried Ellmeier (Medizinische Universität Wien)

- "tRNA methylation, 5' end processing, and Alzheimer's disease:
molecular mechanisms of a multifunctional mitochondrial enzyme" -400.000 Euro
Projektleiter: Walter Rossmanith (Medizinische Universität Wien)

- "BIOGEN: From genes to biocontrol" - 410.000 Euro Projektleiterin: Susanne Zeilinger (Technische Universität Wien)

- "Multiphasic comparative analysis of key nitrite-oxidizing bacteria in wastewater treatment plants" - 630.000 Euro Projektleiter: Holger Daims (Universität Wien)

- "TOXI-GENOME: Understanding and exploiting epigenetic chromatin regulation mechanisms to mine fungal genomes for novel secondary metabolites" - 390.000 Euro
Projektleiter: Joseph Strauss (Austrian Institute of Technology (AIT), Universität für Bodenkultur Wien)

- "The dynamics of the miRNA effector complex" - 343.200 Euro Projektleiterin: Silke Dorner (Max F. Perutz Laboratories GmbH)

- "Towards sustainable food and bioenergy security for society:
Establishing an academic compound screening platform in Vienna to characterize and modulate Strigolactone synthesis in plants" -640.000 Euro
Projektleiter: Tobias Sieberer (Max F. Perutz Laboratories GmbH)

- "Analysis of the consequences of autoimmunity to antilysosomal Membran Protein-2 (hLAMP-2) in focal necrotizing Glomerlulonephritis (FNGN): towards novel therapeutic and monitoring strategies" -480.000 Euro
Projektleiterin: Renate Kain (Medizinische Universität Wien)

Die Vorhaben starten demnächst und werden durchschnittlich drei Jahre lang laufen; als Ergebnis sind nicht nur hochwertige Publikationen und aussichtsreiche Karriereschritte zu erwarten, sondern auch Forschungsresultate, die Wege in Richtung Umsetzung aufzeigen.

Rückfragen & Kontakt:

Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und
Technologiefonds (WWTF)
Daniela Frischer
daniela.frischer@wwtf.at
Tel: 01 402 3143-15

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