VP-Aichinger: Wohnstraßen in Wien Neubau sind verkehrspolitisches Placebo

Wirksame Verkehrsentlastung für den Bezirk wird nicht erreicht

Wien (OTS) - "Wenn die Bezirksvorstehung die Festlegung von Wohnstraßen groß abfeiert, dann ist das ein Zeichen dafür, dass in Neubau keine wirkliche Entlastung vom Verkehr stattfindet." Dies sagte heute ÖVP-Bezirksparteiobmann Fritz Aichinger in Reaktion auf die Präsentation neuer Wohnstraßen im Bereich des Andreasparks in Wien Neubau.

Die Schaffung von Wohnstraßen klinge zwar gut, bringe aber keinen Effekt, weil die dann geltenden Bestimmungen des Durchfahrverbots kaum überprüft werden können. Es handle sich daher bei der Ankündigung des Bezirksvorstehers nicht um, wie dargestellt, eine wirksame Verkehrsentlastung für die Bürgerinnen und Bürger des Bezirks, sondern um einen verkehrspolitischen Placeboeffekt. Aichinger wies in diesem Zusammenhang auf den offiziellen Masterplan Verkehr der Stadt Wien hin, in dem beschlossen wurde, aufgrund dieser Tatsachen auf die Schaffung weiterer Wohnstraßen zu verzichten. Selbst wenn das Durchfahrtsverbot in Wohnstraßen beachtet würde, brächte das nur eine Verlagerung des Verkehrs hin zu anderen Anrainern. Besser wäre es das Verkehrsaufkommen im gesamten Bezirk zu verflüssigen, etwa durch eine Reduktion des Parkplatzsuchverkehrs oder der Öffnung der Busspuren für Motorradfahrer, wie dies die ÖVP immer wieder gefordert habe.

Die Grünen im Bezirk zeigen sich angesichts ihrer Verkehrspolitik der letzten Zeit als nicht in der Lage, eine realistische Verkehrspolitik zu betreiben. "Allerdings kommen selbst dem Bezirksvorsteher im Fall der neuen Wohnstraßen anscheinend schon leichte Zweifel, weil er hierbei auf die Beschlussfassung zu diesem Projekt auf die Lokale Agenda Gruppe des Bezirks als Urheber verweist und er damit einer Schuldzuweisung in seine Richtung im Falle des Scheiterns des Projektes wirksam vorbeugt", sagte Aichinger abschließend.

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