Anlageberater und Meinl Bank gewinnen in Anlegerverfahren

Wien (OTS) -

  • Klage wegen Schadenersatz abgewiesen
  • Gericht: "Jedem halbwegs intelligenten Menschen ist klar, dass höhere Gewinnmöglichkeiten bei Wertpapieren auch mit höheren Risiko verbunden sind"

Das Landesgericht Feldkirch hat in einem am 29. Juli 2009 zugestellten Urteil die Schadensersatzklage einer Anlegerin abgewiesen und damit dem Wertpapierdienstleister und der Meinl Bank Recht gegeben. Nach Ansicht des Gerichtes war das Vorbringen der Anlegerin, sie habe nicht um das Risiko einer Veranlagung in Wertpapiere gewusst, nicht glaubhaft. Die Anlegerin investierte Anfang 2007 über Beratung des Wertpapierdienstleistungsunternehmens Asset Finanzmanagement GmbH insgesamt EUR 180.000 zum Großteil in Meinl European Land-Zertifikate (MEL, inzwischen Atrium European Real Estate). 2008 klagte die Anlegerin aufgrund des Kursrückgangs der Papiere auf Schadenersatz. Entsprechend dem Beratungsprotokoll, das die Anlegerin vor dem Kauf gemeinsam mit ihrem Anlageberater ausfüllte, entsprach ihr Anlageverhalten der Risikoklasse 4 (dynamische Renditeerwartung mit Inkaufnahme erheblicher Wertschwankungen und Veranlagungen in Aktien(-fonds), Anleihen(-fonds) mit geringer Bonität, Hedgefonds mit Garantie). Wie aus dem Beratungsprotokoll hervorgeht ist der Anlageberater seinen gesetzlichen Informations- und Aufklärungspflichten umfassend nachgekommen. Vor Gericht brachte die Anlegerin jedoch vor, sie sei nicht über die Risiken der Veranlagung aufgeklärt worden. Sie habe das Beratungsprotokoll auch nicht gemeinsam mit dem Berater ausgefüllt, sondern dieses blanko unterzeichnet. Das Gericht bewertete in seiner Beweiswürdigung die Argumentation und Aussagen der Klägerin als wenig schlüssig. Nach Ansicht des Gerichtes "ist es insbesondere nicht glaubwürdig, dass eine intelligente Frau wie die Klägerin, die eine doch nicht unerhebliche Summe von EUR 180.000 investieren möchte, einen derartigen Auftrag und das Beratungsprotokoll blanko unterschreibt." Auch die Aussage der Klägerin, dass sie nicht in MEL investiert hätte, wenn sie um das Risiko der Veranlagung gewusst hätte, stieß beim Gericht auf Unverständnis. So heißt es im Urteil: "Jedem halbwegs intelligenten Menschen ist klar, dass höhere Gewinnmöglichkeiten, die bei Wertpapieren, und zwar Fonds und Aktien, vorliegen, mit einem höheren Risiko eines Wertverlustes verbunden sind. Hätte die Klägerin tatsächlich nach einer sicheren Veranlagungsform gesucht, hätte sie wohl ein Sparbuch oder einen Bausparvertrag gewählt, mit welcher Veranlagungsform sie allerdings offensichtlich nicht zufrieden war." Die Meinl Bank zeigt sich durch die Entscheidung des Gerichtes in ihrer grundsätzlichen Rechtsansicht bestätigt. Meinl Bank Vorstand Peter Weinzierl: "Das Urteil zeigt deutlich, dass die Asset Finanzmanagement ihren Pflichten als Anlageberater umfassend nachgekommen ist, wie es wahrscheinlich beim Großteil der Finanzdienstleister der Fall ist. Auch nach Ansicht des Gerichtes ist es wenig glaubwürdig, dass Anleger - insbesondere wenn es sich um höhere Beträge handelt - nicht um das Risiko einer Veranlagung in Wertpapiere wussten. Die Meinl Bank hat Anleger nicht durch Werbung für MEL irregeführt und wir sind zuversichtlich, dass dies auch in vielen anderen Verfahren vom Gericht bestätigt wird." Meinl Bank Anwalt Georg Schima ergänzt: "Glücklicherweise messen viele Gerichte den Anlegern eine gewisse Eigenverantwortung bei. Es wäre für jede Depotbank und jede börsenotierte Gesellschaft verheerend, wenn sich die Möglichkeit eines Aktienkaufs auf Probe etablieren würde." Rückfragehinweis:

Meinl Bank AG
Pressestelle

Thomas Huemer
Tel.: +43 1 531 88 - 203
e-mail.: huemer@meinlbank.com

Herbert Langsner
Tel.: +43 1 531 88 - 250
e-mail.: langsner@meinlbank.com

~

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MEB0001