ÖAMTC: Gesetzlicher Rahmen für die Flugrettung in Europa wird neu geregelt

Hubschrauber der ÖAMTC-Flugrettung erfüllen schon heute sämtliche Sicherheitskriterien

Wien (OTS) - "Bereits seit dem Ende der 1990er Jahre existieren europaweit Vorgaben bezüglich der Sicherheitsanforderungen in der Flugrettung", erläutert der Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung, Reinhard Kraxner. "So notwendig einheitliche Sicherheitsstandards und Reglementierungen gerade in der Flugrettung sind, hatten diese Vorgaben jedoch keinen bindenden Charakter." Bis dato obliegt es nämlich den einzelnen Mitgliedsstaaten der Joint Aviation Authority (JAA), diese Bestimmungen in ihrem nationalen Recht zu verankern -oder auch nicht. Das wird nun anders. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat die Notwendigkeit eines legistisch einheitlichen Überbaus erkannt. Dieser wird technische, operative sowie ausbildungs- und sicherheitsspezifische Standards für die Flugrettung definieren. "Damit werden alle bereits existierenden Vorgaben in ein europäisches einheitliches und bindendes Gesetz übergeführt ", erklärt Kraxner.

Am 31. Juli 2009 endet der Kommentierungszeitraum für diese Gesetzesvorlage, die den Namen "EASA Part OPS" trägt. "Selbstverständlich haben auch die ÖAMTC-Flugretter den Entwurf eingehend studiert und umfassend kommentiert", berichtet Kraxner. "Ein ergänzender Anhang war uns als 'Gebirgsflieger' besonders wichtig. Dieser soll Außenlastflüge mit Personen, wie sie bei Seilbergungen beinahe tagtäglich vorkommen, regeln." Schließlich geht es um die maximale Sicherheit für Crew, Passagiere, Patienten und unbeteiligte Dritte.

In Österreich wurden die europaweit gültigen Sicherheitsstandards erst 2008, mit einer Übergangsfrist bis Ende 2009, im nationalen Recht verankert. Trotzdem war es für die ÖAMTC-Flugrettung selbstverständlich, diese schon vorher zu erfüllen. "Bereits 1997 hat der ÖAMTC begonnen, seine Flotte sukzessive auf modernste Sicherheitsstandards umzustellen", berichtet Kraxner. "Der seit 1999 flächendeckend beim ÖAMTC eingesetzte EC 135 erfüllt alle vorgeschriebenen notwendigen Kriterien." Unter anderem sehen diese vor, dass nur noch Hubschrauber mit einer speziellen Zulassung (Kategorie A), die die höchste Leistungsklasse erfüllen können, eingesetzt werden dürfen. Das wesentlichste Sicherheitsmerkmal derartiger Helikopter sind zwei elektronisch gesteuerte, leistungsstarken Turbinen, die verbunden mit einem speziellen An- und Abflugverfahren, auch bei Ausfall eines Triebwerkes eine sichere Landung bzw. Rückkehr zum Landeplatz gewährleisten. Gerade in dicht verbauten Gebieten, in denen Notarzthubschrauber vermehrt operieren, kommt diesem Sicherheitsaspekt große Bedeutung zu. "Auch das Innenministerium hat, aus denselben Gründen, seine Flotte um acht Hubschrauber mit modernen europäischen Standards ergänzt", so der Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung abschließend.

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