"Konsument": Navigation per Handy ausbaufähig

Standortbestimmung macht Schwierigkeiten. Routenberechnung dagegen problemlos.

Wien (OTS) - Schätzungen zufolge wird bis 2012 nahezu jeder Handybesitzer die Funktion des elektronischen Wegweisers nutzen. Doch wie gut finden sich die Winzlinge derzeit zurecht und können sie mit den "richtigen" Navigationsgeräten fürs Auto mithalten? "Konsument" ist diesen Fragen am Beispiel von zwölf Handy-/Softwarekombinationen nachgegangen und kommt zum Schluss: Für den fallweisen Gebrauch sind einige Geräte durchaus brauchbar - doch die Zuverlässigkeit der Geräte und die Standortbestimmung lassen noch zu wünschen übrig.

Probleme gibt es besonders bei der Bestimmung der Ausgangsposition. Zwei Handy-/Softwarekombinationen fallen im Stadtgebiet glatt durch. In anderen Fällen ist eine Positionsbestimmung zwar möglich, im weiteren Betrieb häufen sich jedoch Ungereimtheiten und Irritationen wie etwa der Ausfall des Kartenaufbaus, Netzausfälle oder ungenaue Positionsbestimmungen. Störend macht sich zudem bei allen Geräten mit "Google maps" das systembedingte Fehlen einer Sprachausgabe und die fehlende Reaktion auf Abweichungen bemerkbar.

Die - primäre - Routenberechnung fällt dagegen, sobald der aktuelle Standort erst einmal bestimmt ist, bei allen Geräten zumindest "gut" aus. Auch die Darstellung der Information auf den teilweise kleinen Displays macht kaum Schwierigkeiten. Dennoch: "Bei regelmäßigem Gebrauch und wenn es auf absolute Zuverlässigkeit ankommt, ist eher ein Navigationsgerät zu empfehlen", so Franz Wallner von "Konsument".

Vorsicht bei den Kosten: Wenn die Navigation nach dem verbrauchten Datenvolumen abgerechnet wird, können diese vor allem bei Auslandreisen ins Unermessliche steigen. Hier ist es ratsamer, Tages-oder Monatspauschalen zu wählen. Allerdings gibt es auch Handys, bei denen das Kartenmaterial im Handy selbst auf der Speicherkarte vorhanden ist ("Onboard"). Damit ist keine kostenpflichtige Datenverbindung nötig, womit aber auch das Kartenmaterial nicht automatisch aktualisiert wird. Ein Update kostet in der Regel zwischen 80 und 130 Euro. Der Preis für die getesteten Handys liegt wiederum bei 300 bis 700 Euro.

Die Details zum Test sind im August-"Konsument" und auf www.konsument.at zu finden.

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Verein für Konsumenteninformation/
Testmagazin "Konsument"
Mag. Andrea Morawetz
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
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www.konsument.at

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