Hofer: EU-Behörde einmal mehr Erfüllungsgehilfe der Gentech-Industrie

EFSA legt haarsträubendes Gutachten zu MON 810 vor

Wien (OTS) - "Dieser Skandal ist bezeichnend für den Umgang der EU und namentlich ihrer >Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit< mit den Grundrechten der Europäer", so heute FPÖ-Umweltsprecher NAbg Norbert Hofer zu dem wegen der anstehenden Neuzulassung notwendig gewordenen EFSA-Gutachten zur Genmais-Sorte MON 810 von Monsanto. "Zu diesen Grundrechten gehört zweifelsohne auch das Recht auf körperliche Unversehrtheit."

Diese könne, so Hofer, keineswegs garantiert werden, angesichts der Zulassung eines Gentechnik-Konstrukts, dem von unabhängigen Studien multiple Gefährlichkeit attestiert wird. Diese unabhängigen Studien fließen aber nicht in die Bewertungs-und Zulassungsmechanismen der EU ein. "Die Kommission >vertraut< hier ganz auf die Beurteilung der EFSA, die gar keine eigenen Studien durchführt, sondern auf Zuruf der Hersteller handelt", kritisiert Hofer. "Jetzt hat diese Behörde, die einer dringenden Generalüberholung im Sinne des Konsumentenschutzes bedarf, wieder einmal das genmanipulierte Suppenhuhn abgeschossen. In der Bewertung der unentschuldbarer Weise seit zehn Jahren auch zum Anbau in Europa zugelassenen Sorte MON 810, hat die EFSA nicht nur auf die Erforschung der Auswirkungen der nachweislich enthaltenen, unbekannten Proteine verzichtet, sondern die angebliche Unbedenklichkeit gleich mit Untersuchungen an einer anderen Maissorte begründet."

Hofer abschließend: "Dieses Vorgehen ist ungeheuerlich. Die FPÖ fordert deshalb neuerlich eine - auch personelle - Neuausrichtung der EFSA, ein sofortiges Anbauverbot für MON 810 und die Neubewertung aller bisher in der EU zugelassenen Gensaaten und -sorten."

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