NEWS: Androsch und Sorger für Anti-Spekulations-Gesetz

Langjähriger Finanzminister und Industrie-Präsident wollen klare Regeln für Geldanlage im öffentlichen Bereich - Kritik an EU wegen AUA

Wien (OTS) - Für ein Gesetz, das die Geldanlage der öffentlichen Hand regelt und riskante Spekulationen verhindert, sprechen sich der Präsident der Industriellenvereinigung, Veit Sorger, sowie der frühere Finanzminister und Industrielle Hannes Androsch in der morgen erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS aus. Diese Regelung soll sowohl für die Bundesfinanzen, als auch für Länder, Städte und Gemeinden gelten, fordern die beiden Wirtschaftsexperten im NEWS-Doppelinterview.

"Mit Sicherheit braucht es ein Gesetz. Auch für die öffentliche Hand muss es Vorschriften geben. Wir brauchen Richtlinien, aber kein Veranlagungsverbot", erklärt Androsch in NEWS. "Die Geldanlagen müssen mündelsicher sein. Ein Bürgermeister oder Landesfinanzreferent kann sich nicht mit Risikopapieren beschäftigen", argumentiert der langjährige Finanzminister. "Es braucht Regularien, die transparent sind und konsequent überwacht werden", meint Sorger im NEWS-Gespräch.

Im AUA-Verkaufsprozess üben Sorger und Androsch Kritik an der EU-Kommission. "Ich kann die Kommission nicht verstehen, wie sie jetzt die Meinung der Konkurrenz einholt", empört sich Androsch im NEWS-Gespräch und weiter: "Ich kann mich nicht erinnern, dass bei der Übernahme der Swiss so ein Theater gemacht worden wäre. Das darf man nicht so hinnehmen. Da muss man in Brüssel ganz energisch vorgehen", fordert Androsch in NEWS. Dazu Sorger: "Ich habe mehrere Verfahren selber mitgemacht. Aber in diesem Fall ist das ja einmalig. Das schaut nach einer Verzögerung aus, und das ist bedauerlich", kritisiert der IV-Präsident in NEWS.

Rückfragen & Kontakt:

Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NES0003