Grüne Leopoldstadt zu Arnezhoferstraße: Ein Straßenname als Mahnmal

Wien (OTS) - Seit Jahren gibt es verschiedene Initiativen, die Arnezhoferstraße in der Leopoldstadt umzubenennen. Der Grund: Die Straße erinnert an einen Antisemiten. Da eine Umbenennung der Straße seitens der Stadt Wien bisher verweigert wurde, haben Anrainer nun das Projekt "Ein Straßenname als Mahnmal" ins Leben gerufen.

Bei diesem Projekt wird in vier chronologisch geordneten, fragmen-tarischen Abrissen die Geschichte der Arnezhoferstraße erzählt. Die Episoden werden mittels sieben an die Fassade der Liegenschaft Arnezhoferstraße 7 angebrachten Tafeln erläutert. Anhand der Tafeln können Passanten eine Zeitreise unternehmen, die sie vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart führt.

Johann Ignaz Arnezhofer war Pfarrer, agitatorischer Antisemit und "Kommissär zur Ordnung der Israelitischen Angelegenheiten". Er organisierte 1670 im Auftrag von Kaiser Leopold I die Vertreibung der jüdischen Bevölkerung aus dem Ghetto "Unteres Werd", heute Teil des 2. Bezirks. Eröffnet wird das Projekt am Sonntag, 2. August.

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