Kinostart von "G-Force"- SPÖ-Tierschutzsprecher Keck warnt vor unüberlegten Meerschweinchenkäufen

Über die Bedürfnisse von Meerschweinchen aufklären - euphorische Anschaffung endet oft im Tierheim

Wien (SK) - Anlässlich des Kinostarts des Kinderfilmes "G-Force -Agenten mit Biss" im Herbst dieses Jahres appelliert SPÖ-Tierschutzsprecher Dietmar Keck an die Tierliebe und das Verantwortungsbewusstsein der ÖsterreicherInnen: "Tierschützer weltweit befürchten, dass es aufgrund der putzigen Meerschweinchenhelden in diesem Kinderfilm zu spontanen, unüberlegten Tierkäufen kommen wird," so Keck, der in diesem Zusammenhang an die "Rattenmassenkäufe" aufgrund des Filmes "Ratatouille" vor zwei Jahren erinnerte, von denen viele einige Wochen später in Tierheimen landeten und ausgesetzt wurden. Damals platzten die Kleintierauffangstationen und Tierheime in Österreich aus allen Nähten. Zahlreiche Ratten wurden sogar ausgesetzt und verendeten qualvoll. "Einige dieser tragischen Tierschicksale hätten durch Aufklärungsmaßnahmen im Vorfeld des Filmes verhindert werden können", betonte Keck. ****

"Die Anschaffung eines neuen Haustieres sollte niemals spontan und unüberlegt geschehen", kritisierte der SPÖ-Tierschutzssprecher, der weiter hervorhob, dass man sich vor der Anschaffung von Meerschweinchen darüber bewusst sein muss, dass diese Tiere Rudeltiere sind und niemals alleine gehalten werden dürfen. "Meerschweinchen sind sehr soziale Tiere, der Mensch oder auch ein Kaninchen können ihm niemals den Partner ersetzen", betonte Keck, der in diesem Zusammenhang darauf verwies, dass die Einzelhaltung von Meerschweinchen laut Tierschutzgesetz verboten sei.

Eltern, die ihren Kindern den Wunsch nach einem Meerschweinchen erfüllen, müssen sich bewusst machen, dass diese Tiere im Schnitt sechs Jahre alt werden. "Es hat nachweislich positive Effekte auf die Entwicklung eines Kindes, wenn dieses gemeinsam mit Tieren aufwächst. Allerdings sollten Eltern bedenken, dass gerade Kinder manchmal rasch das Interesse an den Tieren verlieren können und die Aufgabe der Tierbetreuung dann auf die Eltern übergeht", erklärte der SPÖ-Tierschutzsprecher, der weiters mit dem Irrtum aufräumte, dass Meerschweinchen die idealen Kuschel- und Schmusetiere seien.

"Sie mögen nicht immer spielen und lieben es gar nicht geknuddelt zu werden. Nur weil Meerschweinchen sich kaum wehren und beißen, dürfen sie nicht als willenlose Spielzeuge gesehen werden. Meerschweinchen sind ideale Beobachtungstiere und es gefällt ihnen, wenn sie vorsichtig mit der Hand gefüttert werden", so Keck der weiter ausführte, dass man, um Meerschweinchen ein artgerechtes Leben bieten zu können, auch über genügend Platz verfügen sollte, da Meerschweinchen neben einem großen Käfig oder Gehege auch regelmäßigen Freilauf in der Wohnung und/oder einem eingezäunten und überdachten Bereich im Garten brauchen. Und sollte das Meerschweinchen einmal krank werden, so könne dies mit hohen Tierarztkosten verbunden sein.

Wenn all diese Kriterien erfüllt seien, so Keck, wäre es ratsam alle Familienmitglieder auf eventuelle Allergien gegen Meerschweinchen, Heu oder Einstreu zu testen und sich im Vorfeld bei einem seriösen, eingetragenen Meerschweinchenzüchter oder einer Tierschutzorganisation ausführlich über die Haltung, Pflege und Ernährung von Meerschweinchen zu informieren. Entschließt man sich nach reiflicher Überlegung dazu, zwei oder mehr Meerschweinchen bei sich aufzunehmen, so solle man Abstand davon nehmen, die Tiere in Zoogeschäften oder bei unseriösen, nicht-eingetragenen Züchtern zu kaufen. "In Tierheimen und bei privaten Tierschutzorganisationen warten Meerschweinchen in allen Altersgruppen und Fellzeichnungen auf ein neues Zuhause. Wird man dort, wider Erwarten, nicht fündig, ist der nächste Gang der zu einem guten, verantwortungsbewussten Züchter, der unter einem seriösen Verein züchtet. Dieser hat nur wenige Tiere, hält diese artgerecht, berät gut und nimmt die Tiere im Notfall zurück", so Keck abschließend. (Schluss) sv/cv

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