StR Ludwig: Wohnformen im Alter, abseits von Klischees

Spannende Architekturzentrum Wien-Ausstellung aus Zürich mit Wien-Beispielen

Wien (OTS) - Die Ausstellung "Ich wohne, bis ich 100 bin, Red Vienna, Grey Society", die ab 13. August 2009 im Az W (Architekturzentrum Wien)zu sehen ist, setzt die Erkenntnisse eines zweijährigen Forschungsprojekts des ETH Wohnforum Zürich zum Thema "Wohnen im Alter" spielerisch in Szene. Ziel der Ausstellung ist es, ein möglichst breites Publikum dazu anzuregen, sich Gedanken über mögliche Wohnformen im Alter zu machen. Die Ausstellungserweiterung "Red Vienna, Grey Society" wurde mit Unterstützung der Stadt Wien -Geschäftsgruppe Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung - realisiert, knüpft an die ETH-Ausstellung an und zeigt den urbanen, gesellschaftlichen und historischen Kontext am Beispiel Wien auf. Die heterogenen Ansätze und Wohnformen werden anhand von zehn ausgewählten Wiener Projekten präsentiert.

Heute, Mittwoch, stellten Wohnbaustadtrat Vizebürgermeister Michael Ludwig, Dietmar Steiner, Direktor des Architekturzentrum Wien, und Dieter Spath, Arquitectos ZT KEG, die Ausstellung im Rahmen eines Pressegesprächs vor.

Die wachsende Gruppe älterer Menschen stellt heute viele Städte vor völlig neue Herausforderungen. Dies gilt insbesondere für den Wohnbereich: Alle wohnen im Alter - doch die Erwartungen sind so heterogen wie die Gruppe der Seniorinnen und Senioren insgesamt.

"Wesentlich an der Ausstellung 'Ich wohne, bis ich 100 bin' ist für mich, dass auch eine Reihe alternativer Wohnformen für betagte Menschen präsentiert wird. Wir wissen auch aus unseren Erfahrungen und aus den Ergebnissen der Wohnbauforschung, dass das frühere Bild einer einheitlichen Generation "50 Plus" einfach nicht mehr stimmt. Menschen im zweiten Lebensabschnitt sind heute in ihren Lebensvorstellungen genauso individuell und flexibel wie jüngere. Aus diesem Grund haben wir uns auch entschlossen, die Ausstellung um einen Wien-Teil zu erweitern: Red Vienna - grey society. Hier wollen wir vor allem die Bandbreite zeigen, die Menschen im zweiten Lebensabschnitt heute offen steht. In den geförderten Wohnbauten der letzten Jahre wurden ja schon zahlreiche alternative Wohnformen realisiert bzw. werden derzeit gebaut, von denen sich einige beispielhaft in der Ausstellung finden", erklärte Wohnbaustadtrat Michael Ludwig.

"Wichtig sind mir dabei zwei Dinge", so Ludwig weiter: "Die Leistbarkeit dieser Wohnformen für alle Gruppen der Bevölkerung und die Wahlmöglichkeit zwischen unterschiedlichen Wohnformen im Alter, die den unterschiedlichen Ansprüchen und Notwendigkeiten entsprechen - von der altersgerecht adaptierten Wohnung über Wohngemeinschaften, betreutes Wohnen und Pflegehäuser bis hin zum Mehrgenerationenwohnen. Daher stellen wir für diese Projekte auch Mittel aus der Wohnbauförderung zur Verfügung. Und nicht zuletzt geht es, wie diese Wiener Beispiele zeigen, auch um gute Architektur. Dies wird durch die Beurteilung im Rahmen des Grundstücksbeirats und bei Bauträgerwettbewerben geleistet, die ich heuer um das wichtige Kriterium der Sozialen Nachhaltigkeit erweitert habe."

Details zur Ausstellung

Die Ausstellung "Ich wohne, bis ich 100 bin" wurde von der ETH (Eidgenössische Technische Hochschule) Zürich konzipiert und von Dietmar Steiner, Direktor des Architekturzentrum Wiens und Jury-Vorsitzender der Bauträgerwettbewerbe im geförderten Wiener Wohnbau, nach Wien geholt. Im Rahmen der Ausstellung werden nicht nur Architekturmodelle gezeigt, sondern auch Wohnräume - die Besucherinnen und Besucher sollen damit dazu angeregt werden, sich mit ihren eigenen Wünschen und Vorstellungen über das Wohnen im Alter auseinanderzusetzen und neue Ideen mit nach Hause zu nehmen.

Für die Gestaltung des Wien-Teils zeichnete die Gruppe Arquitectos verantwortlich.

Die präsentierten Projekte sind:

o Mehrgenerationenwohnen in der Donaustädter Mühlgrundgasse (BUWOG, Planung: ARTEC) o Wohngemeinschaften, die in "normale" Wohnhäuser integriert sind, wie in der Ottakringer Steinbruchstraße ("Wohngruppen für Fortgeschrittene": GEWOG, Planung: Arch. Knötzl) o das Mehrgenerationenwohnenprojekt Kornhäuselvilla in der Ottakringer Straße im 16. Bezirk (GEWOG) o das Frauenwohnprojekt [ro*sa] in der Anton-Sattler-Gasse im 22. Bezirk (GPA, Planung: Arch. Sabine Pollak), o Sonderprojekte wie das Neunerhaus in der Kudlichgasse in Favoriten für obdachlose SeniorInnen (GPA, Planung: Langer+Liszt), o aber natürlich auch Wohnprojekte, bei denen zusätzliche Betreuungsmöglichkeiten gegeben sind, wie beim Kolpinghaus Favoriten (Arch. Otto Häuselmayer) und o moderne Geriatriezentren wie das Wohn- und Pflegehaus Döbling (Arch. Rüdiger Lainer) und das neue Geriatrische Zentrum im Kaiser-Franz-Josef-Spital (Arch. Schwaighofer)

Service

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Mittwoch, den 12. August 2009, um 19 Uhr im Az W statt.

o Ausstellungsort: 7., MuseumsQuartier, Architekturzentrum, Alte Halle Dauer der Ausstellung: 13. August bis 5. Oktober 2009 Öffnungszeiten: täglich von 10.00 bis 19.00 Uhr Ausstellungsführung: Samstag, 29. August, 15.00 Uhr Eintrittspreise: 5 Euro (3,50 Euro ermäßigt) Nähere Infos zur Ausstellung beim Az W unter Tel.: 01/522 31 15, E-Mail: ritter@azw.at , www.azw.at

Unterstützung für das Zustandekommen der Ausstellung leisteten das Wiener Wohnbauressort, die MA 7 (Kulturabteilung der Stadt Wien), die MA 18 (Geschäftsgruppe Stadtentwicklung und Verkehr), das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur und die FörderInnen des Az W - Architecture Lounge. (Schluss) dax

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Ines Purtauf
Öffentlichkeitsarbeit Az W
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Mediensprecherin Vizebgm. StR Ludwig
Tel.: 01/4000-81869
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