Grüne Meidling: Neue Parkgarage an der Eichenstraße: SP betreibt Verkehrspolitik der 60er Jahre

Klubobmann Gugele fordert Einführung des Parkpickerls für Meidling

Wien (OTS) - Als "Verkehrspolitik aus den 60er Jahren" bezeichnet der Klubobmann der Grünen Meidling, Bernd Gugele, die Baubewilligung für eine Parkgarage in der Eichenstraße. Die Bewilligung wurde ohne Einbeziehung der Bezirksgremien noch rasch vor der Sommerpause im Gemeinderat erteilt. Auf ÖBB-Grund sollen 250 Stellplätze errichtet werden, obwohl Meidling schon jetzt über eine Vielzahl von Parkgaragen verfügt, die nicht ausgelastet sind. Verkehrskonzept liegt keines vor.

"Die Erfahrung zeigt, dass neue Parkgaragen die Parkplatznot nicht lindern, sondern zusätzlichen Verkehr in den Bezirk ziehen", so Gugele. Meidling leidet schon jetzt unter dem Verkehr aus dem Wiener Umland: im Schnitt sind 20-25 Prozent aller in Meidling parkenden Autos nicht aus Wien. Und jeder freiwerdende Parkplatz auf der Straße wird sofort von neuen PendlerInnen genutzt. Das heißt, die neue Garage wird die Parkplatznot nicht lindern. Und es kommen noch mehr Autos nach Meidling, die zusätzlichen Staub und Lärm verursachen.

Nur das Parkpickerl kann die Parkplatznot wirksam lindern. In den Innenbezirken hat das Parkpickerl viel gebracht: mehr Parkplätze (plus 30% am Tag und plus 11% am Abend), 12% weniger Autofahrten und mehr autofreie Flächen, die für Grünraum genutzt wurden.

Bei Einführung des Parkpickerls kann auch eine Garage Sinn machen, wenn an der Oberfläche entsprechend Stellplätze reduziert werden. Der freiwerdende Raum kann dann für mehr Lebensqualität in der Stadt genutzt werden (Begrünungen, Spielraum, Schanigärten, Radfahren gegen die Einbahn, etc.). "Jedenfalls bleibt die Einführung des Parkpickerls im dichtbesiedelten Gebiet Meidlings die wichtigste Maßnahme, um die Parkplatznot wirksam zu lindern und für mehr Lebensqualität zu sorgen. Ohne Parkpickerl ziehen neue Garagen nur zusätzlichen Verkehr nach Meidling," so Gugele abschließend.

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