ÖAMTC: Vorsicht beim Tanken in Frankreich

Aus den Super-Zapfsäulen fließt nun E10

Wien (OTS) - Frankreichurlauber sollten beim Tanken von Fahrzeugen mit Benzinmotoren aufpassen. "An den Zapfsäulen gibt es seit 1. April 2009 unter der Bezeichnung Sp95-E10 einen neuen Bio-Kraftstoff, der aber nicht für alle Fahrzeuge geeignet ist", berichtet ÖAMTC-Techniker Thomas Stix. "Dieser bleifreie Superbenzin (95 Oktan) mit einem Bioethanol-Anteil von maximal zehn Prozent hat den herkömmliche Superbenzin beinahe völlig verdrängt." Der neue Sprit eignet sich jedoch nicht für alle Motoren. Es drohen Schäden an Motor ("Ethanolkorrosion") sowie an Dichtungsmaterialen und Schläuchen des Kraftstoffsystems. "Nicht geeignete Fahrzeuge müssen, sofern kein herkömmliches Super (Sp95) angeboten wird, mit dem teureren Super Plus (Sp98) betankt werden", kritisiert der ÖAMTC-Techniker. "Das ist mit einem Bioethanol-Anteil von maximal fünf Prozent (E5) unbedenklich."

Informationen zur E10-Verträglichkeit eines Fahrzeugs findet man in der Regel in den Bedienungsanleitungen. Aber auch Fahrzeughersteller und Vertragshändler geben diesbezüglich Auskunft. Eine laufend aktualisierte Liste all jener Fahrzeuge, die Sp95-E10 problemlos tanken dürfen, findet sich auch unter www.oeamtc.at.

"Grundsätzlich begrüßt der ÖAMTC die Erhöhung des Bioanteils in herkömmlichen Kraftstoffen", erläutert der Clubtechniker. "Allerdings muss seitens der Automobilindustrie sichergestellt sein, dass der erhöhte Bioanteil zu keinen betrieblichen Problemen bei Fahrzeugen führt." Darüber hinaus fordert der ÖAMTC, dass Herstellungsprozesse, Energieversorgung und Transport des Biosprits möglichst umweltfreundlich erfolgen und klaren Nachhaltigkeitskriterien unterliegen.

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