Ö3-GEISTERFAHRERSTATISTIK (1. Halbjahr 09): Rückgang an Geisterfahrermeldungen um fast 14 Prozent

Wien (OTS) - Das Hitradio Ö3 hat von Jänner bis Juni 2009 187 Mal vor Geisterfahrern gewarnt. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2008 bedeutet das einen Rückgang von fast 14 Prozent. Seit Beginn der Halbjahresanalysen im Jahr 1999 hat es in einer Jahreshälfte noch nie so wenige Geisterfahrer gegeben. Eine Person ist im ersten Halbjahr bei einem Geisterfahrerunfall getötet worden. Jeder vierte Geisterfahrer ist in Niederösterreich unterwegs. Deutliche Zuwächse an Geisterfahrern gibt es in Salzburg und in Vorarlberg. Die A2, die Südautobahn, bleibt die Autobahn mit den meisten Geisterfahrern, auch wenn die Anzahl zurückgegangen ist.

Die am stärksten betroffenen Teilstücke waren im ersten Halbjahr die S5 und die A21 im gesamten Verlauf mit jeweils 8 Meldungen. Die gefährlichsten Zeiten waren der Vormittag und das Wochenende. Tagesrekorde: An zwei Tagen im ersten Halbjahr gab es laut Ö3-Verkehrsredaktion fünf Mal Geisterfahreralarm - am 4. April und am 23. Mai 2009.

ANALYSE IM DETAIL:

WIEVIELE Geisterfahrer waren unterwegs?
Der Ö3-Verkehrsservice hat im ersten Halbjahr 2009 187 Mal vor Geisterfahrern gewarnt. Gegenüber dem 1. Halbjahr 2008 (217 Meldungen) hat sich die Anzahl um 13,8 % reduziert. Seit Beginn der Halbjahresanalysen im Jahr 1999 hat es in einer Jahreshälfte noch nie so wenige Geisterfahrermeldungen auf Ö3 gegeben wie in der ersten Jahreshälfte 2009.

WO sind Geisterfahrer unterwegs?
Im ersten Halbjahr waren in Niederösterreich die meisten Geisterfahrer unterwegs.
Die Autobahn mit den meisten Meldungen war die Südautobahn (A2), die gefährlichsten Teilstücke waren die S5 (Stockerau-Fels) und die A21 (Kn. Steinhäusl-Kn. Vösendorf).

WANN sind Geisterfahrer unterwegs?
Der im Jahr 2009 bisher "stärkste" Geisterfahrer-Monat war der April mit 43 Meldungen. Auffallend: Der Februar war mit 22 Meldungen der Monat mit den wenigsten Geisterfahrern aller Monate seit Beginn der detaillierten Geisterfahreranalyse 1999.

Betrachtet man die Verteilung der Meldungen über die Wochentage, bleibt das Wochenende die "gefährlichste" Zeit: Der Sonntag (39 Meldungen) und der Samstag (38 Meldungen) liegen mit Abstand voran. An Dienstagen wurden mit 13 Geisterfahrern die wenigsten registriert.

In der Tagesverteilung wurden in der 13-Uhr-Stunde (15 Meldungen) die meisten Geisterfahrer gezählt. Im Stundenschnitt waren am Vormittag (9-12 Uhr) die meisten Geisterfahrer unterwegs, die mit Abstand wenigsten in den Nachtstunden (0-6 Uhr).

Das erste Halbjahr 2009 hat gegenüber 2008 zwar einen deutlichen Rückgang der Geisterfahrermeldungen gebracht, im dritten Quartal (Sommermonate Juli bis September) ist jedoch wieder eine deutliche Zunahme der Meldungen zu erwarten. Das dritte Quartal ist seit 1999 jedes Jahr jenes mit den meisten Meldungen. Das verdeutlicht folgende Übersicht:

Unfallbilanz:
Bisher ist 2009 bei Geisterfahrerunfällen eine Person ums Leben gekommen: Am 30. März prallte in NÖ auf der A21 bei Gießhübl ein PKW-Lenker als Geisterfahrer gegen einen LKW. Der Geisterfahrer starb, der LKW-Lenker überstand den Unfall nahezu unverletzt.

Weitere Besonderheiten:
Fast jeder zweite Geisterfahrer ist betrunken - das geht aus einer Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) hervor. Auch im ersten Halbjahr wurden viele Alko-Lenker zu Geisterfahrern:
Einige Beispiele:
Am 12.1. war auf der A14 bei Bregenz ein Betrunkener mit 2,3 Promille falsch unterwegs.
Am 4.2. hatte in der Steiermark auf der A2 bei Lafnitztal ein LKW-Lenker als Geisterfahrer 1,7 Promille Alkohol im Blut.
Am 15.2. stoppte die Autobahnpolizei Melk einen 21-jährigen Geisterfahrer mit 2,2 Promille.
Am 4.4. wurde in Tirol auf der A12 im Bereich Mils ein ungarischer betrunkener LKW-Lenker gestoppt.

Spektakulär verlief die Flucht eines Autodiebs am 31.1. in Linz. Der Dieb wurde auf der Flucht vor der Polizei zu einem Geisterfahrer auf der A7 der Mühlkreisautobahn. Dort endete die Geisterfahrt mit einem Unfall. Fünf Fahrzeuge waren beteiligt, sieben Menschen wurden verletzt, darunter der Geisterfahrer lebensgefährlich.

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