Neues Volksblatt: "Standort" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 16. Juli 2009

Linz (OTS) - Der (noch) vorhandene Widerstand des Bundes gegen
eine Medizin-Universität für Oberösterreich in Linz beeindruckt die Proponenten dieses Vorhabens nicht sonderlich. Auf breiter analytischer Basis will man den Gegnern den Wind aus den Segeln nehmen. Die politische Geschlossenheit in dieser Frage macht die Sache insofern um eine Spur einfacher, als damit jede Partei bei den eigenen Freunden in Wien Lobbying betreiben kann und muss. Einem schwarzen Landeshauptmann und einem roten Bürgermeister kann man überdies in einer Großen Koalition nicht so einfach die Tür vor der Nase zuschlagen.
Dass das Ganze kein Spaziergang wird, zeigt ein Blick in die Vergangenheit. Im Vorfeld der Gründung der Linzer Kepler-Uni fasste die Rektorenkonferenz im Jahr 1964 einen Beschluss gegen diese Pläne. Auch jetzt komm ein wesentlicher Teil des Widerstands aus dem universitären Bereich, genährt aus dem Angst um die eigene finanzielle Ausstattung.
Dem ist ein Argument von LH Josef Pühringer entgegenzuhalten, der gestern meinte, "der Wirtschaftsstandort Nummer 1 braucht eine ordentliche universitäre Ausstattung". Dieser Wirtschaftsstandort trägt so wesentlich zum Wohl der Republik, dass man OÖ und Linz nicht einfach links liegen lassen kann

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt
Chefredaktion
Tel. 0732/7606 DW 782
politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001