3. Österreichischer Orthopädieschuhmachertag war großer Erfolg

Großes Teilnehmerinteresse an fachlichen Schwerpunkten wie rechtliche Rahmenbedingungen und medizinisches Fachwissen

Wien (PWK557) - Bereits zum dritten Mal fand am 11. Juli 2009 der österreichische Orthopädieschuhmachertag am Grundlsee statt. Der Einladung der Bundesinnung waren mehr als 80 Unternehmer der Branche Orthopädieschuhmacher gefolgt. Eröffnet wurde der Orthopädieschuhmachertag von Bundesinnungsmeister Franz Auer. Der OSM-Tag war auch der Rahmen für die Verleihung der "Goldenen Ehrennadel" der Bundesinnung an Bundesinnungsmeisterstellvertreter Karl Wegscheider für seine Verdienste und langjährige Tätigkeit für die Schuhmacher und Orthopädieschuhmacher. Es war Bundesinnungsmeister Auer eine Freude die Ehrennadel zu überreichen.

Die Schwerpunkte des diesjährigen Programmes bildeten die rechtlichen Rahmenbedingungen und medizinische Fachvorträge, speziell abgestimmt auf die Bedürfnisse der Orthopädieschuhmacher. So wurde von Dr. Elisabeth Krippl, Fachärztin für Innere Medizin, das Krankheitsbild diabetischer Fuß und deren Behandlungs- und Versorgungsmöglichkeiten für Orthopädieschuhmacher präsentiert. Weiters wurde von Dr. Armin Vesenmayer das Krankheitsbild Rheuma, insbesondere mit den Erscheinungsformen im Bereich der Füße, vorgestellt. Thema waren nicht nur die Therapiemöglichkeiten sondern auch die Diagnostik und die Entstehungsgeschichte der entzündlichen Prozesse.

Den 2. Schwerpunkt des diesjährigen OSM-Tages stellten die rechtlichen Rahmenbedingungen dar. Ernst Piller (Bundesministerium für Arbeit) und Thomas Manek (AUVA) klärten über die orthopädische Anpassung von Sicherheitsschuhen in allen ihren Facetten auf. Die besondere Problematik bei Sicherheitsschuhen besteht darin, dass diese Baumuster geprüft sein müssen und jegliche Änderung nach durchgeführter Baumusterprüfung verboten ist. Gemeinsam mit der Bundesinnung wurde nunmehr eine Ö-Norm entwickelt, die das Verfahren festlegt, welches eine rechtskonforme Herstellung bzw. Zurichtung von Sicherheitsschuhen gemäß orthopädischer Anforderungen ermöglicht.

Besondere Bedeutung für Orthopädieschuhmacher hat das Medizinproduktegesetz, da ein Großteil ihrer Produkte als Medizinprodukte eingestuft sind.Von Dr. Reinhard Berger von der ARGES wurden die rechtlichen Rahmenbedingungen und ihre Auswirkungen auf die Orthopädieschuhmacher im Detail präsentiert.Von besonderem Interesse ist für die Orthopädieschuhmacher stets die Entwicklung im Bereich des Sozialversicherungssystems, dazu stellte Günter Wieser von der Tiroler GKK die aktuellen Entwicklungen dar. Im Anschluss an die Vorträge hatten die Teilnehmer des OSM-Tages Gelegenheit mit den Vortragenden zu diskutieren.

Erstmals wurde von der Bundesinnung im Rahmen des OSM-Tages eine Produktpräsentation der wichtigsten Zulieferfirmen organisiert. Die Ausstellung der Firmen stieß auf großes Interesse bei den Teilnehmern.

Bundesinnungsmeister Auer:
"Der OSM-Tag ist für mich die Gelegenheit möglichst vielen Mitgliedsbetrieben unmittelbar und authentisch die dringlichsten Neuigkeiten zu präsentieren. Rechtssicherheit ist für die Mitgliedsbetriebe von besonderem Interesse, deshalb wählte ich heuer als einen der Schwerpunkte die Bereiche Produktion von orthopädischen Sicherheitsschuhen und das Medizinproduktegesetz. Der Erfolg dieser Veranstaltung bestärkt mich, auch im kommenden Jahr wieder einen OSM-Tag zu veranstalten." (us)

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