FP-Gartelgruber: Schluss mit den Halbwahrheiten

Einkommensdifferenzen sind hauptsächlich Resultat der Berufswahl

Wien (OTS) - "Derzeit wird mit 40 Prozent, arbeitszeitbereinigt 22 Prozent Einkommensdisparität zwischen Frauen und Männern argumentiert, um die Benachteiligung der weiblichen Arbeitnehmer deutlich zu machen. Das ist jedoch ein Unsinn, weil die Statistik so nicht stimmt", erklärt FPÖ-Frauensprecherin NAbg Carmen Gartelgruber.

So falle etwa eine Supermarktkassiererin mit Aufsichtsverantwortung im Kollektivvertrag Handelsangestellte (2009) unter die Gehaltstafel "Allgemeiner Groß- und Kleinhandel", Beschäftigungsgruppe 3 und würde bei Einstellung im Jahr 2009 im ersten Berufsjahr mindestens 1.244 Euro brutto verdienen. Der männliche Supermarktkassier allerdings auch, so Gartelgruber. "Dass nun im Rechnungshofbericht für den Handel die Einkommensschere mit 55 % angegeben wird, kommt daher, dass beispielsweise viele männliche Organisationsprogrammierer in der EDV ebenfalls unter die Gehaltstafel ‚Allgemeiner Groß- und Kleinhandel‘, Beschäftigungsgruppe 3, fallen."

"Diese haben", so Gartelgruber weiter, "zwar denselben Mindestverdienstanspruch nach KV, tatsächlich aber werden sie schon im ersten Jahr mit gut 3.000 Euro brutto Einstiegsgehalt entlohnt, weil es sich um ein Berufsbild handelt, das am Arbeitsmarkt in anderen Branchen höher entlohnt wird. Deswegen zahlt man eben auch hier mehr." Ähnlich sei dies auch bei den Kraftfahrzeugmechanikern die bei den LKWs die Wartung durchführen, den Installateuren, Elektrikern usw.

Diese wenigen besser verdienenden Männer würden mangels gesetzlichem Auftrag mit vielen wenig verdienenden Frauen gegengerechnet werden, so Gartelgruber. "Die 182-prozentige Überzahlung des IT-Angestellten resultiert aus seiner Berufswahl und der Nachfrage des Arbeitsmarktes, nicht aus seinem Geschlecht. Zudem finden sich kaum weibliche Organisationsprogrammiererinnen die für diesen Betrieb statistisch für Ausgleich sorgen würden. Ebenso wenig Kraftfahrzeugmechanikerinnen, Installateurinnen, Elektrikerinnen, usw. Mädchen wählen immer noch hauptsächlich Berufsbilder wie Verkäuferin, Friseurin, Bürokauffrau oder Studien der Geisteswissenschaften, Burschen die besser bezahlten technischen Berufe."

Diese Berechnungen würden aber zur Rechtfertigung für Milliarden Euro Transferleistungen zwischen den Geschlechtern herangezogen, weiß die freiheitliche Mandatarin: "Um welche Summen es tatsächlich geht, zeigt eine Anfrage der Schweizer Sozialdemokratinnen vom Juni 2008 an das Parlament, im Glauben gestellt, dass Frauen prinzipiell die Verlierer wären. Heraus kam: Der Staat ist ein tägliches 50-Millionen-Franken-Geschäft für die Frauen, wie auch eine Schweizer Wochenzeitung berichtete."

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