Faymann unterstützt AMS bei Verlängerung der Pflegeförderung

Heinisch-Hosek: Investitionen in Pflege und Gesundheit sind Schutzschirm in der Krise

Wien (SK) - Bundeskanzler Werner Faymann hob am Mittwoch im Rahmen seines Besuches im Tageszentrum "Anton Benya", die Wichtigkeit von Investitionen in den Bereichen Pflege und Gesundheit hervor und betonte, dass er das AMS bei der, derzeit noch nicht gesicherten, Verlängerung der erweiterten Förderung bei den Beihilfen zur Qualifizierung Beschäftigter im Pflegebereich unterstützen werde. "Gesundheits- und Sozialdienste sind, unabhängig von der Krise, die am schnellsten wachsenden Beschäftigungsfelder. Die Fördermaßnahmen des AMS sind daher gerade in diesem Bereich dringend notwendig und müssen verstärkt zum Einsatz kommen", unterstrich der Bundeskanzler, der weiter betonte, dass es entscheidend sei in der Beschäftigungspolitik zukunftsorientiert zu handeln. Investitionen und Förderungen in krisenfesten Berufsfeldern hätten daher besondere Bedeutung. Das gelte für Berufe in Forschung und Entwicklung, besonders aber für Berufe im Gesundheits- und Pflegebereich, da diese enorme Wachstumsraten hätten. Da die Menschen in Österreich immer älter werden, würde, so der Bundeskanzler, auch der Bedarf an Pflegekräften steigen. ****

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek nannte die Investitionen in die Pflege "einen Schutzschirm in der Krise". Dieser Bereich würde zahlreiche Arbeitsplätze bieten und gleichzeitig sei es ganz wichtig, dass pflegebedürftige Menschen auch während und nach der Krise bestmöglich versorgt und betreut werden. Neben dem Bundeskanzler und der Frauenministerin nahmen auch SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas, AMS Vorstand Herbert Buchinger und die Nationalratsabgeordnete Christine Lapp am Besuch des Geriatrischen Tageszentrums teil.

Das AMS qualifiziert jährlich 4.000 Menschen im Bereich Gesundheit und Pflege. "Das sind zukunftssichere Berufe", so AMS-Vorstand Buchinger, der weiter erklärte, dass derzeit die Höherqualifizierung von rund 2.000 Beschäftigten im Pflegebereich gefördert werde. Diese Zahl könne im nächsten Jahr auf rund 3.000 gesteigert werden, wenn die Beihilfe bei der EU-Kommission notifiziert würde. Um die Sonderbehandlung der Wohlfahrtsverbände bei der Höherqualifizierung bereits Beschäftigter über das Jahr 2009 hinaus weiterführen zu können, bedarf es einer Notifizierung der Beihilfen bei der EU-Kommission. "Dank der Unterstützung von Bundeskanzler Faymann und Sozialminister Hundstorfer, bin ich zuversichtlich, dass wir die Genehmigung der EU bis zum Jahresende erhalten", so der AMS-Vorstand.

Faymann: Alle Menschen müssen in Würde altern können

Im Gespräch mit den Bewohnern der Tagestätte betonte der Bundeskanzler, dass es für ihn absolute Priorität habe, dass sich alle Menschen in Österreich hochqualifizierte Pflege, egal ob zu Hause, in Tagestätten oder stationär leisten können. "Wir wollen, dass alle Menschen in Würde altern können und respektvoll und gut versorgt sind", so Faymann der in dieser Frage die Wichtigkeit von guter Zusammenarbeit zwischen mobilen Pflegern, Betreuungsstellen und Krankenhäusern hervorhob. In Zeiten der Krise, dürfe man aber auch den Beschäftigungsaspekt in den Bereichen Pflege und Gesundheit nicht Außer acht lassen. "Es ist wichtig die Weichen für die Zeit nach der Krise zu stellen und Pflegeberufe sind Berufe mit Zukunft", unterstrich der Bundeskanzler.

Heinisch-Hosek: Intensiv in Pflege- und Gesundheitsbereich investieren

Gabriele Heinisch-Hosek betonte wie wichtig es sei, in den nächsten Jahren und Jahrzehnten intensiv in den Pflege- und Gesundheitsbereich zu investieren, da die Menschen in Österreich immer älter werden würden. Hier habe die Regierung bereits zahlreiche, richtige Maßnahmen gesetzt, werde aber weiterhin intensiv an weiteren Verbesserungen arbeiten. Die Frauenministerin hob in diesem Zusammenhang hervor, wie wichtig es sei auch Männer für Berufe im sozialen Bereich zu interessieren, da "es sich hier um Berufe mit Zukunft handelt". Für die nächsten Jahre würde sich Heinisch-Hosek eine integrativere Pflege wünschen. Ihre Vision sind Generationenzentren: "Tageshäuser, in denen Alt und Jung gemeinsam betreut werden, gemeinsam Mittagessen, Zeit miteinander verbringen und voneinander lernen - das wäre doch ein schöner Gedanke für die Zukunft", so die Frauenministerin.

Herbert Buchinger, erklärte abschließend die Wichtigkeit von Pflege und Gesundheit als Beschäftigungsfaktor. So habe die Beschäftigungsrate im Vergleich zum Vorjahr, trotz Krise, 6,3 Prozent Zuwachs verzeichnet und derzeit seien österreichweit über 206.000 Menschen in diesem Bereich tätig. (Schluss) sv/cv

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